Erstellt am 31. August 2011, 00:00

4:0-Sieg noch ungewiss. 2. LIGA SÜD / In der 85. Minute brach Schiedsrichter Norbert Windisch beim Stand von 4:0 die Begegnung in Pinkafeld ab.

VON PATRICK BAUER

Noch ist das Ergebnis von 4:0 zwischen Pinkafeld und Großpetersdorf nicht beglaubigt, Diskussionsstoff lieferte es dennoch. Schon beim Stand von 2:0 wurde die Partie für eine halbe Stunde unterbrochen. Zu dieser Zeit soll ein Blitz in unmittelbarer Nähe eingeschlagen haben – zu gefährlich, um weiter zu spielen. „Man hätte schon bei der ersten Unterbrechung abbrechen können“, meint Pinkafelds Sektionsleiter Harald Windhaber, „dann hätte keiner was gesagt“. Dennoch entschied sich Schiedsrichter Windisch, die Partie bei wieder besser werdenden Bedingungen anzupfeifen. Pinkafeld erzielte durch Tobias Madl zwei weitere Treffer und war der sicher scheinende Sieger. Bis zur 85. Minute, da endete das Spiel dann. Einige dachten es wäre der Schlusspfiff, aber der Unparteiische brach ab.

Ergebnis bleibt am Ende  wohl positiv für Pinkafeld

Windhaber störte weniger der Abbruch, eher die Interventionen von Großpetersdorfs Trainer Mario Portschy: „Er hat schon gejammert, als wir begonnen haben. Portschy hat auf eine Neuaustragung hingearbeitet.“ Nicht konform mit diesen Aussagen geht Großpetersdorfs Obmann Harald Schneller: „Es soll kein Mensch zu Schaden kommen. Deshalb ist das ein kompletter Schwachsinn. Ich erwarte von unserem Trainer, dass er unsere Spieler in Schutz nimmt. Natürlich ist es ärgerlich für Pinkafeld und der Wiederanpfiff war nicht die beste Lösung.“ Ob es zu einer Neuaustragung kommt oder das Ergebnis so gewertet wird, wird wohl am Donnerstag bei der STRUMA-Sitzung entschieden. Festlegen wollte sich BFV-Funktionär Karl Schmidt nicht, aber es gibt Tendenzen: „Es ist schwierig, eine Stellungnahme abzugeben, aber gefühlsmäßig würde ich sagen, dass es bei 4:0 in Minute 85 keine entscheidenden Änderungen mehr gegeben hätte. Aber das muss erst geprüft werden.“ Laut Regulativ kann – wenn das Ergebnis derart klar ist, dass in der restlichen Spielzeit keine entscheidende Änderung mehr herbeigeführt werden kann – das Resultat aufrecht erhalten bleiben.