Erstellt am 17. Februar 2016, 04:59

von Daniel Fenz

Auf den Sieg fehlten Jud nur zwei Meter. Sebastian Jud aus Mühlgraben (Bezirk Jennersdorf) belegte zuerst Rang neun. Am Samstag lief es noch besser. Er raste hinter zwei Italiener auf Platz drei.

Jubelten am Fuße des Matterhorns. Der Mühlgrabener Sebastian Jud (r.) wurde hinter Fabio Cordi (Mitte) und Lorenzo Sommariva (l., beide Italien) Dritter. Foto: zVg  |  NOEN, zVg

Es war ein hartes Rennwochenende für Sebastian Jud. Der Kurs lag ziemlich hoch (2.800 Meter) am Fuße des Matterhorns in Italien. „Viel Schneefall und die eher weiche Piste machten mir es wirklich schwer zu fahren“, analysierte der Sportler.

Achtelfinale wäre fast Stolperstein gewesen

Zu sehen war von diesen Problemen bei Jud dann allerdings wenig. Schon beim ersten Renntag am Freitag war er sehr gut unterwegs. Im Viertelfinale lag er auf Platz eins, wurde dann jedoch noch vom aktuellen Weltmeister aus Italien – Matteo Menconi – und dem Argentinier Steven Williams aus dem Windschatten heraus überholt.

„Letztendlich schaute nur der neunte Platz heraus.“ Am Samstag peilte Jud dann das Stockerl an – was gelang. „Die Läufe waren alle wirklich sehr eng und hart. Fast wäre ich schon im Achtelfinale ausgeschieden.“ Der Mühlgrabener kämpfte sich aber durch und schaffte es bis ins große Finale.

Dort standen ihm mit Fabio Cordi, Lorenzo Sommariva und Michele Godino drei italienische Weltcupfahrer gegenüber, die schon die Woche zuvor auf dem Kurs trainiert hatten. „Wir absolvierten nur zwei Trainingsfahrten. Daher war es schwer, gegen diese Konkurrenz zu gewinnen.“ Schlussendlich fehlten Jud nur zwei Meter Abstand auf den Sieg. „Ich bin zufrieden. Endlich schaffte ich es dort hin, wo ich eigentlich hingehöre – ins große Finale.“

Nach vier Rennwochen en suite befindet sich das Nationalteam diese Woche in Watles (Südtirol), um zu trainieren. Ende Februar startetJud dann entweder beim Europacup in Tschechien oder beim Weltcup in Südkorea.