Erstellt am 03. August 2011, 00:00

Aus Trotz: Suad Bucuk will nicht mehr spielen. 2. KLASSE B SÜD / Einen Tag vor Transferschluss wollte er wechseln, doch von Gerersdorf bekam er keine Freigabe.

VON CARINA GANSTER
In Gerersdorf ist die Stimmung am Tiefpunkt angelangt. Die Vorbereitung verläuft nicht nach Wunsch und nun muss man auch noch auf Neo-Mittelfeldregisseur Suad Bucuk verzichten. Grund dafür ist, dass Bucuk eigentlich den Verein verlassen wollte, jedoch erst am letzten Tag der Transferzeit seinen Wunsch geäußert hat und den Vorstand damit konfrontierte. Seitens der Vorstandsriege erhielt der Mittelfeldspieler aber ein klares Nein.

Den Grund dafür erklärt Sektionsleiter Gerald Joszt: Nikolaus Wetscher und Patrick Schwarzenbohler haben im Sommer den Verein verlassen. Beide waren im Mittelfeld ein Fixpunkt der Mannschaft. Wir haben keinen richtigen Ersatz dafür geholt. Wenn wir dann auch noch Suad Bucuk abgegeben hätten, hätten wir unser komplettes Mittelfeld verloren. Was nun auch geschehen ist, obwohl Suad Bucuk weiterhin beim SC Gerersdorf gemeldet ist. Bucuk hat dem Verein mitgeteilt, dass er nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

Stimmt nicht, meint Joszt, Bucuk ist seit Wochen einfach nicht zum Training erschienen und hat auf Anrufe nicht reagiert. Der BVZ verrät er den Grund: Es hat innerhalb der Mannschaft und auch im Verein nicht mehr gepasst. Ich kann nicht in einer Mannschaft spielen oder für einen Verein, mit dem ich mich nicht mehr identifizieren kann, sagt Suad Bucuk.

Wechsel im Winter wäre  für Gerersdorf möglich

Ganz möchte Suad Bucuk nicht mit dem Kicken aufhören. Bereits im Winter will er einen neuen Verein gefunden haben. Wenn er diesen bringt, wäre auch ein Wechsel für den SC Gerersdorf vorstellbar. Die einzige Bedingung ist, dass er einen Verein findet. Dann kann Suad problemlos wechseln, erzählt Gerald Joszt.

Da der Mittelfeldregisseur dem SC Gerersdorf nun nicht mehr zur Verfügung steht, muss man in Gerersdorf aus dem bestehenden Kader ein neues Mittelfeld bauen. Hamid Mandal und Michael Reisinger sollen nun das zentrale Mittelfeld übernehmen. Auf den Seiten werden Manuel Stranczl (links) und wechselweise Armin Pohn und Adam Horvath (rechts) agieren.

Armin Pohn ist eigentlich Stürmer, aber bei unserer akuten Personalnot bleibt uns nichts anderes übrig. Zudem haben wir mit zahlreichen Verletzten zu kämpfen, so Joszt. Kapitän Manuel Zach, Adam Horvath und Manuel Stranczl sind angeschlagen. Außerdem musste man in der Vorbereitung auf Julius Zach und Peter Garmusch verzichten, die ebenfalls verletzungsbedingt ausfielen. Es kann nur mehr besser werden, hofft Joszt auf einen gelungenen Saisonstart.