Güssing

Erstellt am 05. August 2016, 11:10

von Michael Pekovics

BSV Güssing: Zweiler wittert „ÖBV-Willkürakt“. Der Österreichische Basketballverband sieht im neuen Verein BSV einen Nachfolger der Knights – und will 8.000 Euro.

Versteht die Welt nicht mehr. BSV-Obmann Richard Zweiler ärgert sich über den ÖBV.  |  BVZ

Seit 6. Juni gibt es in Güssing einen neuen Basketballverein, den Ballsportverein Güssing (BSV) mit Obmann Richard Zweiler. Ursprünglich war geplant, mit Nachwuchsmannschaften und dem Landesligateam an Meisterschaften teilzunehmen, um so die Sportart Basketball in Güssing am Leben zu erhalten.

„Müssen lauf Verband 8.000 Euro zahlen“

Neue Aufgaben. Thomas Klepeisz wurde vom deutschen Bundesligisten Braunschweig für zwei Jahre verpflichtet. Foto: Pekovics  |  Pekovics

Derzeit sieht es aber eher danach aus, dass in der kommenden Saison in Güssing keine Bewerbsspiele stattfinden werden. Grund dafür sind laut Obmann Zweiler „willkürliche Entscheidungen des ÖBV“: „Der Verband beruft sich auf den Paragraf 32 und hat den Standpunkt, dass wir ein Nachfolgeverein der Güssing Knights sind und deshalb die angefallenen Schulden von 8.000 Euro zahlen müssen“, sagt Zweiler.

Dort steht drinnen, dass ein Verein ein Nachfolgeverein ist, wenn mehr als drei Viertel, also 75 Prozent, aller Spieler des alten beim neuen Verein angemeldet werden. „Das ist bei uns aber nicht der Fall, wir haben vor allem im Nachwuchsbereich zahlreiche Neuanmeldungen“, betont Zweiler, der sich ungerecht behandelt fühlt. „Mit dieser Entscheidung bringt man Basketball in Güssing um.“

„Halten uns an die gültigen Statuten“

Für ÖBV-Präsident Hubert Schreiner ist die Sachlage klar: „Wir halten uns an die Statuten, die alle Vereine beschlossen haben. Nach unserem Regulativ handelt es sich um einen Nachfolgeverein – aber wenn die offenen Forderungen beglichen werden, ist eine Teilnahme an den Meisterschaften möglich.“

Dem widerspricht Zweiler massiv: „Die Statuten wurden mehrere Male geändert und auch die 75-Prozent-Regel wird nicht schlagend.“ Außerdem fürchtet Zweiler massive Folgen für die Zukunft: „Wenn uns der ÖBV als Nachfolgeverein einstuft, werden alle anderen wie FIBA und ÖBL das auch tun – und dann werden die Schulden auf uns übertragen.“