Erstellt am 21. September 2014, 14:57

von Michael Pekovics

Hitzeschlacht geht an Kapfenberg. Beim traditionellen Saisonauftakt, dem Supercup, holte sich Cupsieger Kapfenberg mit einem 77:76-Sieg gegen Meister Güssing den ersten Titel der neuen Saison in der Admiral Basketball Bundesliga.

 |  NOEN, Pekovics

Die Ausgangslage für die Güssing Knights vor dem Spiel war schwierig. Kapitän Manuel Jandrasits musste wegen einer Meniskus-Operation pausieren, auch Neuzugang David Hasenburger konnte nicht eingesetzt werden. Und weil der als Ersatz für Anthony Shavies neu zum Team gestoßene Brendan Wood doch nicht den Anforderungen genügte, mussten Matthias Klepeisz und Bernhard Koch im Spielaufbau mithelfen und Nationalteam-Pointguard Thomas Klepeisz unterstützen .

Sportlich war das Spiel wenig beeindruckend, der frühe Zeitpunkt und die Hitze im Aktivpark trugen ihres dazu bei. Dafür glänzte die Halle mit dem neuen, einheitlichen Branding der Bundesliga, die künftig in allen österreichischen Basketballhallen zu sehen sein wird. "Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung", freute sich Liga-Präsident Karl Schweitzer über das tatsächlich gelungene Design.

Schwächephasen eiskalt ausnützt

Das erste Viertel der neuen Saison in der Admiral Basketball Bundesliga verlief für den regierenden Meister, die Güssing Knights, gar nicht gut. Cupsieger Kapfenberg dominierte zu Beginn nach Belieben, nach 10:0 für die Steirer zog Knights-Headcoach Matthias Zollner die Notbremse und bat zur Auszeit. Viel änderte das allerdings nicht an der Dominanz der Gäste, die vor allem am Offensivrebound eine Macht waren. Die Ritter wirkten nervös und machten viele Fehler, das erste Viertel endete mit 15:26.

Im zweiten Abschnitt lief es für die Ritter besser, schnell verkürzten Thomas Klepeisz und Marcus Heard mit Dreipunktern den Rückstand. Sechs Minuten vor der Halbzeitpause betrug der Rückstand des Meisters nur mehr vier Punkte. Dann allerdings wieder eine Schwächephase der Knights, die Kapfenberg eiskalt ausnützte. Mit dem Spielstand von 36:45 für die Bulls ging es in die Pause. Die Steirer hatten zu diesem Zeitpunkt bereits 13 Fouls am Konto, Güssing erst sieben.

Offizieller Start in die Meisterschaft am Donnerstag

Im dritten Viertel ging es lange Zeit munter hin und her, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Mittlerweile stand den Spielern im Aktivpark die Anstrengungen der Vorbereitung bereits ins Gesicht geschrieben. Dank eines Dreiers (mit Foul) von Thomas Klepeisz inklusive darauf verwertetem Freiwurf ging es mit einem Spielstand von 61:57 für Kapfenberg in das Schlussviertel.

Sebastian Koch eröffnete das vierte Viertel mit einem Dreipunkter und verkürzte auf 60:61, die Steirer konterten im Gegenzug und erhöhten den Vorsprung wieder auf 64:61. Die Intensität des Spiels wurde höher, fünf Minuten vor dem Ende war beim Spielstand von 70:65 für Kapfenberg alles offen. Aber die Südburgenländer brachten den Ball nicht im Korb unter, Bulle Shawn Ray erhöhte mit einem Dreier auf 73:65. 3:30 Minuten vor dem Ende musste der Kapfenberger Maurice Pearson mit seinem fünften Foul vom Parkett, Thomas Klepeisz brachte seine Mannschaft wieder in Schlagdistanz.

Am Ende des Spiels hatte Klepeisz sogar noch die Chance, seine Mannschaft in die Verlängerung zu retten. Er traf allerdings nur zwei von drei Freiwürfen. Cupsieger Kapfenberg holte sich - vor allem dank eines phantastischen Shawn Ray in der spannenden Schlussphase - mit einem 77:76-Sieg den Supercup 2014/15 und damit den ersten Titel der neuen Saison

Offizieller Start in die Meisterschaft ist übrigens an diesem Donnerstag, Güssing empfängt Wels zum ersten Spiel der Meisterschaft 2014/15 (Spielbeginn 19 Uhr). Die Redwell Gunners steigen dann am Freitag mit einem Heimspiel gegen Graz in den Liga-Ring.