Erstellt am 01. Februar 2012, 00:00

Böses Erwachen in der Traum-Saison. TOLLES FINAL FOUR / Güssing schied gegen Gmunden aus. Gelegenheit zur Revanche gibt es schon am 11. Februar.

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Das zwölfte Spiel gegen die Gmunden Swans endete für die Güssing Knights mit der ebensovielten Niederlage. Und ebenfalls zum zwölften Mal in Folge ging der Veranstalter des Cup-Final Fours leer aus – der Heimfluch hatte am Wochenende im Aktivpark wieder voll zugeschlagen. Dabei gingen die Ritter im Halbfinale gegen Gmunden anfangs sogar in Führung: Vor allem Carleton Scott beeindruckte in der ersten Hälfte mit einer tollen Vorstellung. Dass Gmunden zum Seitenwechsel doch mit sechs Punkten führte, lag an der Treffsicherheit von jenseits der Dreipunktelinie.

Minutenlang kein Korb:  „Das war der Knackpunkt“

Im dritten und vierten Viertel hatten dann beide Teams ihren Rhythmus verloren, minutenlang fiel kein Ball in den Korb. „Das war der Knackpunkt des Spiels“, meinte Obmann Didi Wagner im Gespräch mit der BVZ. „Gmunden hat lange Zeit nicht getroffen – wir aber auch nicht. In der Schlussphase konnten wir nichts mehr entgegensetzen.“ Headcoach Robert Langer zollte seiner Mannschaft Respekt: „Ich kann meinen Burschen keinen Vorwurf machen, sie haben alles versucht. Aber wenn so hart gespielt wird, wie heute, dann haben wir keine Chance. Für ein physisch so intensives Spiel sind wir noch nicht weit genug.“ Tatsächlich ließen die Unparteiischen einige harte Aktionen der Oberösterreicher zu. „Das war auch gegen Graz so: Gmunden spielt extrem hart. Aber wenn das zugelassen wird, kann man nichts machen“, pflichtet Wagner bei.

Marcus Heard wieder voll  ins Training eingestiegen

Für die erstmalige Durchführung des Cup-Final Fours ernteten die Knights aber Lob von allen Seiten. Rund 1.200 Zuschauer verfolgten das Halbfinale, auch am Finaltag war – trotz des „worst case“-Finales Graz gegen Gmunden – die Halle gut gefüllt. Die Enttäuschung über das Ausscheiden wird in Güssing nicht lange andauern, denn: „Wir sind für die Hauptrunde qualifiziert und waren beim Cup-Final Four. Alles, was jetzt noch kommt, ist Zugabe. Eigentlich haben wir schon gewonnen, egal was die Saison noch bringt“, sagt Wagner. Besonders erfreulich ist auch die überraschend schnelle Genesung von Marcus Heard. Der US-Amerikaner ist bereits voll ins Training eingestiegen. Ob er in den kommenden Spielen zum Einsatz kommen kann, ist fraglich. Vor allem deswegen, weil seine Finanzierung in den Sternen steht.

Die Enttäuschung stand Güssings Highscorer Thomas Klepeisz ins Gesicht geschrieben. Trotz seiner 15 Punkte konnte er die Niederlage im Cup-Halbfinale nicht abwenden.