Erstellt am 12. Januar 2011, 00:00

Brasilien-Export „Thiago“ in Mühlgraben aussortiert. 2. KLASSE B SÜD / Offensivspieler Thiago Gadelha Da Silva spielt im Frühjahr beim Erzrivalen aus St. Martin/Raab.

Thiago Gadelha Da Silva wird künftig im Dress von St. Martin auf Torjagd in der 2. Klasse B Süd gehen.TRUMMER  |  NOEN
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VON CARINA GANSTER

Thiago Gadelha Da Silva wird nicht mehr in Mühlgraben auflaufen, das steht fest. In den letzten vier Wochen war der Brasilianer schon auf Vereinssuche im Südburgenland. Inoffizieller Grund für die Trennung in Mühlgraben soll sein, dass Peter Gerencer, der Bruder von Spielertrainer Borut Gerencer, auf Wunsch der Vereinsverantwortlichen nach Mühlgraben geholt wurde. Bestätigen wollte das in Mühlgraben niemand. Bereits im November des vergangenen Jahres meinte Mühlgrabens Sektionsleiter Helmut Kern, dass der Verein mit dem ehemaligen slowenischen Bundesligaspieler in Kontakt steht. Nun scheint alles fix zu sein.

Trotz der Abfuhr beim SV Mühlgraben wird Thiago die 2. Klasse B Süd nicht verlassen. Sein neuer Verein ist der ASV St. Martin an der Raab. „Wir haben gewusst, dass Thiago auf Vereinssuche ist. Er selbst hat bei uns angefragt und wir sind uns mit ihm einig geworden. So einen qualitativ hochwertigen Spieler in unseren Reihen zu haben ist eine tolle Sache“, meint St. Martin an der Raab-Sektionsleiter Thomas Wagner.

Wegen Thiago kommt es  zur Systemänderung

Mit Muka Lurk und Marco Fajdiga waren in St. Martin schon alle Ausländerplätze vergeben. Für den Brasilianer, der laut Wagner für sein Können unterbezahlt ist, wurde dennoch Platz geschaffen und Fajdiga abgegeben. Auch das System wird jetzt für Thiago umgestellt: Aus einer defensiv eingestellten Truppe wird eine offensive Mannschaft. „Wir haben Marco Fajdiga abgegeben, da er ein Defensivspieler ist. Mit Thiago und Daniel Pechmann haben wir zwei gute Offensivkicker bekommen, also sind wir nun veranlasst unsere Taktik etwas zu ändern“, sagt Wagner.

Der 25-jährige Brasilianer hat zwar mit Mühlgraben den Aufstieg nicht geschafft, könnte nun aber mit St. Martin (Dritter mit acht Punkten Rückstand) noch ein Wörtchen um den Titel mitreden. „Wir wollen so viele Spiele wie möglich gewinnen. Wir erwarten uns von dieser Mannschaft, auch wenn sie noch sehr jung ist, die Minichance zu nutzen und dafür zu kämpfen, dass wir Minihof im Kampf um den Aufstieg noch Paroli bieten können“, so Wagner.