Erstellt am 15. Juli 2015, 07:41

von Patrick Bauer

Großer Ärger um den Sasdi-Transfer. Der SC Buchschachen will gegen den Transfer von Goalie Balint Sasdi nach Neuberg zivilrechtliche Schritte einleiten.

Wie geht es mit Sasdi weiter? Beim Testspiel gegen Güttenbach hütete Balint Sasdi erstmals das Tor des SV Neuberg. Dabei dürfte dieser Transfer schwieriger werden als gedacht, denn in Buchschachen fechtet man den Wechsel des Torhüters mit großer Sicherheit an. Foto: Bauer  |  NOEN, Patrick Bauer
Zwischen dem SV Neuberg und dem SC Buchschachen bahnt sich ein Streit an, der über die Transferperiode hinaus Bestand haben könnte.

Neuberg-Obmann Konrad beschwichtigte zunächst

Die Vorgeschichte: Tormann Balint Sasdi gab den Buchschachener Verantwortlichen vor mehr als drei Wochen seine Zusage, eine weitere Saison in Buchschachen zu bleiben.

Die Vereinsführung schenkte diesen Worten Glauben, bis der Legionär vor knapp 14 Tagen Richtung Neuberg unterwegs war, um dort seine Zelte aufzuschlagen.

In der BVZ-Ausgabe der Vorwoche beschwichtigte Neubergs Obmann Martin Konrad und erklärte, den Buchschachenern bei der Suche nach einem Ersatz behilflich zu sein – siehe hier:



Das passierte in ganz geringem Maße, auch wenn der 2. Liga-Meister von 2011/12 mittlerweile mit Mate Kurucz (Jabing) einen neuen Goalie fand.

Das reicht aber nicht, wie Trainer Ludwig Tuba erklärte: „Wir werden gegen diesen Transfer, wenn er zustande kommen sollte, Protest einlegen, sofern wir keine Entschädigung, in welcher Form auch immer, erhalten.“

Dabei sind die Chancen beim Burgenländischen Fußballverband gering, da schriftlich keine Zusage vorhanden ist. Viel mehr versucht man nun, auf zivilrechtlichem Wege Recht zu finden.

„Wir kämpfen nicht darum, dass Sasdi bei uns spielen soll, sondern darum, in dieser Frage Recht zu bekommen. Wir lassen uns nicht auf der Nase herumtanzen. Dann könnte ja jeder bis kurz vor Transferschluss warten, erst mündlich zusagen, um dann doch abzuspringen. Das kann nicht sein“, so Tuba.

BFV: „Mündlich muss erst bewiesen werden“

In Neuberg sah Obmann Konrad den Fall so: „Wir werden ihn normal anmelden und dann muss der Verband entscheiden. Wir können eigentlich wenig dazu sagen, da Sasdi zu uns kam, sagte, dass er bei uns spielen will und er jederzeit die Freigabe habe.“

Von Verbandsseite tat man sich schwer, das zu beurteilen.

Dort meinte BFV-Geschäftsführer Simon Knöbl: „Schriftlich bleibt schriftlich. Mündlich muss man es immer erst beweisen. Natürlich kann man es auf zivilrechtlichen Weg versuchen, aber es wäre gut, wenn es erst durch unsere Instanzen gehen würde. Wir werden diesen Transfer aber normal tätigen, und wenn ein Einspruch kommt, werden wir diesen behandeln.“