Erstellt am 19. Oktober 2016, 04:06

von Patrick Bauer

Bezirks-Derby als Messen der „Besten“. Wenn der SV Neuberg zum Südderby gegen Stegersbach lädt, treffen die derzeit tabellarisch stärksten Vereine der Region aufeinander. Das will man auch unter Beweis stellen.

Top in Form. Der gebürtige Litzelsdorfer in Diensten des SV Neuberg, Josef Mad, biss sich auf der defensiven Außenposition fest und zahlt dieses Vertrauen zurück.  |  Patrick Bauer

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Abzusehen war es nicht, dass dieser brisante und langjährige Südschlager zwischen dem SV Neuberg und dem SV Stegersbach als Spitzenspiel der kommenden Runde eingestuft werden kann. So sahen zwar viele Experten die Stegersbacher als einen der Favoriten im heurigen Jahr, aber die Neuberger, die noch in der Vorsaison einige Zeit um den Klassenerhalt zitterten, waren bei den meisten fachkundigen Expertisen nicht zwingend ganz vorne mit dabei.

Bis zum vergangenen Freitagabend, als die Elf von Trainer Andi Konrad in Oberwart gewann und die 20-Punkte-Marke, die der Chefcoach insgeheim vor der Spielzeit ausrief, schon fünf Runden vor Ende der Hinrunde erreichte. Das nötigte dem kommenden Gegner Respekt ab, wie auch Stegersbachs Trainer Max Karner erklärte: „Ich höre immer nur von links und rechts, dass es ein Wahnsinn ist, dass sie schon 20 Zähler auf dem Konto haben, aber die schenkt dir sicher niemand. Das haben sie sich hart erarbeitet und wir stellen uns auf einen heißen Tanz ein.“

Top in Form. Mario Pürrer (in weiß) stellt auf seiner Linksverteidiger-Position mit das Beste der Liga dar. Fotos: Bauer  |  Patrick Bauer

Noch weiter ging gar noch der Sportliche Leiter Helmut Siderits, der den „kroatischen Kampfgeist“ beim SVN neu erweckt sah und weiter berichtete: „Sie führen vielleicht nicht die ganz feine Klinge, haben aber einen enormen Spirit in ihrem Team. Wir konnten die letzten beiden Derbys nicht für uns bestreiten und so wollen wir den Spieß umdrehen.“ Auch weil man noch ernsthaft um die Winterkrone mitkämpft und weitere „Umfaller“ – sofern die zuletzt einhaltenden Punkteteilungen auch so genannt werden dürfen – nicht mehr drin sind.

Die Hausherren können derweil beruhigt(er) ins Geschehen gehen, denn eine Herbstmeisterschaft erwartet vom Traditionsklub eigentlich keiner. Viel mehr zeigt man Zufriedenheit mit dem bis dato Gezeigten und nun will man nachlegen. „Ein Spitzenspiel“, erwartete sich Trainer Andi Konrad und fügte an: „Die zwei derzeit besten Vereine des Südens treffen aufeinander. Natürlich sind sie klarer Favorit und auch spielerisch stellen sie die stärkste Elf der Liga.“

In die gleiche Kerbe schlug das Neuberger Oberhaupt Martin Konrad, der den SVS als „stärkste Mannschaft“ der Liga titulierte, aber Folgendes hinzufügte: „Wir sind der Außenseiter, aber es ist nicht gesagt, dass wir nicht alles versuchen werden, um sie zu schlagen.“

Aktuelle Infos. In Neuberg wartet man weiter sehnsüchtig auf die Rückkehr von Außenbahnspieler Michi Strobl, der aber fürs Derby laut Trainer Konrad „kein Thema“ sei. Der Fachmann erklärte weiter: „Wir haben einige Angeschlagene, hoffen aber, dass wir sie mit dosiertem Training fit bekommen.“ Die Gäste müssen auf Ali Taschner verzichten, während Kapitän Michi Thek nach Sperre wieder zurückkehrt.