Erstellt am 08. Oktober 2014, 12:47

von Patrick Bauer

Andreas Konrad: „Ich bin enttäuscht“. Per Anruf wurde Coach Andi Konrad entlassen. Verstehen konnte er die Entscheidung des Vorstandes nicht.

Entlassung. Andreas Konrad ist seit Sonntag nicht mehr Coach beim SC Pinkafeld.  |  NOEN, Patrick Bauer
Mit dem rechneten die Wenigsten: Andreas Konrad ist seit Sonntagnachmittag nicht mehr Trainer des SC Pinkafeld. Obmann Karl Hirt teilte ihm diese Entscheidung per Anruf mit, während Konrad beim Spiel Eberau gegen Deutschkreutz den nächsten Gegner beobachten wollte.

„Es gab keine wirkliche Begründung“

„Ich bin enttäuscht und überrascht über die Art und Weise. Es gab kein persönliches Gespräch oder irgendeine Ankündigung. Wir sind zwar hinten dabei, haben aber auch schon gegen die ersten sieben Teams der Tabelle gespielt. Erst jetzt wären unsere Gegner gekommen“, so der scheidende Coach.

Über das Warum rätselt Konrad selbst: „Es gab keine wirkliche Begründung. Der Obmann sagte mir nur, dass Teile des Vorstandes einen Wechsel für nötig halten würden. Vielleicht war ich in letzter Zeit zu unfreundlich und habe Dinge zu kritisch hinterfragt. Das hat ein paar Leuten scheinbar nicht gepasst, aber ich habe das für notwendig gehalten. Ich denke, dass ich eine gute Basis hinterlasse und dass in zwei, drei Jahren vieles möglich ist.“

Obmann: „Wollen etwas Neues probieren“

Rein sportlich ist dieser Wechsel kaum nachvollziehbar. Konrad, der den Verein kurz vor dem Meistertitel in der 2. Liga Süd in der Saison 2012/13 übernahm, im letzten Jahr den Klassenerhalt schaffte und über den Sommer einen Umbruch schadlos bewältigte, galt vor allem in der Mannschaft als beliebt. Die wahren Gründe bleiben im Dunkeln.

Obmann Hirt: „Das Team hat sich zuletzt so präsentiert, dass wir etwas Neues probieren wollen. Es ist unser Versuch initiativ zu werden und da erwischt es eben meist den Trainer.“ Die letzten Ergebnisse sollen dabei schon eine Rolle gespielt haben, aber: „Der Druck von außen wurde immer größer und es hat sich in diese Richtung entwickelt. Es tut mir leid und ich bin auch nicht wirklich darauf vorbereitet.“

Bis zur Winterpause soll es nun eine Kooperation von zwei, drei Personen geben, die die Mannschaft führen. Einer davon ist der Sportliche Leiter Alois Grill. Hirt: „Vorerst werden wir es intern lösen und uns in Ruhe umsehen.“