Erstellt am 22. Dezember 2010, 00:00

Crash heil überstanden. SNOWBOARD / Vierter Platz als beste Österreicherin für Julia Dujmovits beim Weltcup Parallelriesenslalom in Telluride.

Nach den erfolgreichen Weltcupbewerben vor Weihnachten freut sich Julia Dujmovits schon auf den Heimaturlaub.J.FRISCH  |  NOEN
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VON JOSEF FRISCH

Viel zu tun hatten die Schutzengel von Julia Dujmovits beim Weltcup-Rennen in Telluride, in Colerado, am vergangenen Samstag. Im Halbfinale des Parallelriesenslaloms gegen die Deutsche Isabella Laböck blieb die Burgenländerin an einer Kante hängen und rammte frontal eine Torrichterin.

Beide landeten im Fangnetz, blieben aber zum Glück unverletzt. Dujmovits konnte sogar den Lauf beenden, handelte sich aber natürlich die Penaltyzeit ein. Obwohl die 23-Jährige im Rücklauf die Penaltyzeit bis zur Hälfte der Strecke aufholte, blieb ihr der Einzug ins Finale verwehrt.

„Im unteren Teil der Strecke habe ich einen vollen Schlag erwischt und das Finale war gelaufen“, zeigte sich Dujmovits ein wenig verärgert. Im kleinen Finale gegen die Russin Ekaterina Tudegesheva verpasste sie um 0,20 Sekunden den Podestplatz. Trotzdem ein erfolgreiches Rennen für Burgenlands Snowboardstar. Mit bester Zeit Platz eins in der Qualifikation und im Achtelfinale setzte sie sich locker gegen die Siegerin von Limone Piemonte, Patrizia Kummer, durch. „Schade um den Stockerlplatz. Mit dem Ergebnis bin ich trotzdem sehr zufrieden, aber vor allem froh, dass ich mich beim Crash nicht verletzt habe und auch der Torrichterin nichts passiert ist“, so das Resümee der Viertplazierten und besten Österreicherin in Telluride. Das sind weitere 500 Weltcuppunkte für Dujmovits, die nun an elfter Stelle der Gesamtwertung liegt. Zwei nationale Rennen in Steamboat Springs nimmt Dujmovits noch mit, ehe es zu einem Weihnachts-Kurzbesuch nach Hause geht. Mit weiteren guten Resultaten in den USA und bei den Weltcuprennen in Gastein Anfang Jänner, steht die Tür zur WM offen.