Erstellt am 10. April 2013, 00:00

Die Kälte bezwungen. Härtestes Ski-Langlaufrennen / Ein vierköpfiges Team aus Pinkafeld nahm mit Erfolg beim Skilanglauf-Bewerb in Sisimiut (Grönland) teil.

Skisport. Die HSV-Pinkafeld-Sportler Helmut Königsdorfer, Richard Schuh sowie Klaudia und Markus Meisterhofer (v.l.) nahmen das „Arctic Circle Race“ in Grönland in Angriff.Privat  |  NOEN
Von Daniel Fenz

SKISPORT / Das „Arctic Cirle Race“ ist eines der härtesten Rennen auf der Welt. Dieses fand vorige Woche in Grönland statt, dabei mussten über 160 Kilometer und über 5.000 Höhenmeter bei Wind und Wetter durch die verschneite Landschaft über Seen, Hügel und steile Berge absolviert werden.

Mit Klaudia Meisterhofer, Markus Meisterhofer, Helmut Königshofer und Richard Schuh (alle vom HSV Pinkafeld) stellten sich vier Burgenländer dieser großen sportlichen Herausforderung. Da es heuer im gesamten März in Grönland nicht schneite, musste der Veranstalter - noch mehr als in den Jahren zuvor - mit der Streckenführung in die Berge ausweichen.

„Beim Team-Leader-Meeting einen Tag vor dem Rennen bekamen wir daher die Information, dass die Streckenlänge wie immer 160 Kilometer beträgt, es aber aufgrund der abgeänderten Streckenführung einen neuen Höhenmeter-Rekord gäbe“, so Richard Schuh.

„Jeder, der das Rennen beendet, ist ein Sieger“ 

Burgenlands Ausdauerkönigion Klaudia Meisterhofer, wuchs bei diesen äußerst schwierigen Bedingungen wieder einmal über sich hinaus. Sie lief unermüdlich die extremen Steigungen hoch und zeigte bei den ständig eisigen steilen Abfahrten, welches langläuferische Können sie auf den schmalen Brettern hat. Meisterhofer lief an allen drei Tagen ein gleich starkes Langlaufrennen und erzielte an allen drei Tagen und auch in der Gesamtwertung den sensationellen zweiten Platz.

Klaudia Meisterhofer erzielte die beste Platzierung, die je eine Österreicherin bei diesem „Arctic Circle Race“ in Grönland erreicht hat. „Die Nächte sind die Hölle, auf den unzähligen Steigungen sind Körperathletik und das Herz-Kreislaufsystem auf das Extremste gefordert. Die Abfahrten sind brutal gefährlich. Jeder, der dieses Rennen beendet, ist ein Sieger“, meinte Richard Schuh abschließend.