Erstellt am 05. Februar 2014, 23:59

Die Weltelite wartet. Qualifiziert / Bernd Wiesberger sicherte sich mit dem geteilten neunten Platz in Dubai auch endgültig den Startplatz für die Match-Play-WM.

Golf. Sponsor Willi Goldschmidt (r.) wünschte seinem Schützling Bernd Wiesberger (l.) vor der Schlussrunde in Dubai viel Glück. Ganz nebenbei wurde auch der Vertrag zwischen dem Oberwarter und der Firmengruppe (Navigat Energy) rund um den Präsidenten des SV Eltendorf verlängert. Passend dazu gelang Österreichs Nummer eins dann mit der 68 eine starke letzte Runde und mit Platz neun das erste Topergebnis im neuen Jahr. Foto: zVg/www.golffile.ie  |  NOEN, zVg/www.golffile.ie
Von Daniel Fenz

Im Golfclub Emirates von Dubai drehte sich das zuletzt negative Blatt von Bernd Wiesberger wieder. Der Oberwarter war am Finaltag sogar öfter im Fernsehen zu sehen, als der um drei Millionen Dollar schwere Tiger Woods.

Vier Birdies en suite und groß im TV

Mit Platz neun erreichte der Südburgenländer sein bestes Karriereergebnis im Rahmen der Desert Swing der European Tour. „Was für eine Woche. Jetzt bin ich aber froh, wieder nach Hause zu fliegen“, resümierte der Oberwarter.

x  |  NOEN, zVg/www.golffile.ie
Obwohl Bernd Wiesberger am Finaltag mit zwei Bogeys am Grünbunker und auf dem Grün zwischenzeitlich aus den Top-30 fiel, versenkte der Profi doch vom zehnten Loch weg vier Birdieputts auf fünf Löchern und wurde so gegen Ende der Runde erstmals von der European Tour-Production ins Fernsehbild gerückt. Das Schlussloch und das Wasserhindernis überwand er souverän mit dem zweiten Schlag.

Mit dem neunten Platz erhöhte er nicht nur sein Konto für das „Race to Dubai“, Wiesberger sicherte sich auch endgültig den Startplatz für das erste Event der World Golf Championship (WGC) des Jahres, der Match-Play-WM der besten 54 im Ranking in Tucson.

Es sind die Löcher ausschlaggebend

Das Turnier findet von 19. bis 23. Februar im Golfklub Dove Mountain in Arizona, USA, statt. Sieger bei den interessanten direkten Duellen ist jener, der mehr Löcher für sich entscheiden kann.

„Es geht also nicht wie normal um die geringere Gesamtzahl an Schlägen, sondern darum, mehr Löcher zu gewinnen als der Gegner. Der Verlierer einer Begegnung scheidet aus, der Sieger kommt in die nächste Runde weiter“, klärt Vater Klaus Wiesberger auf. Sein Sohn wird voraussichtlich einen Spieler aus dem World Ranking zwischen fünf und zehn zugeteilt bekommen. „Exakt kann man das erst sagen, wenn bekannt ist, wer wirklich spielt.“

Bernd Wiesberger wird am 15. Februar nach Amerika fliegen und sich in Scottdale auf das Turnier vorbereiten. Ziel ist es, möglichst viele Runden zu überstehen, da durch die hochklassige Besetzung des Turniers auch viele Punkte für die Weltrangliste vergeben werden. Damit könnte der Oberwarter sein Vorhaben, eine Position in den Top-50 zu erobern, umsetzen. Vorteil für Bernd: Er war bereits letztes Jahr als erste Reserve vor Ort und konnte auf dem Platz trainieren.