Erstellt am 08. Mai 2013, 00:00

Ein Brüder-Gespann soll den Aufstieg sichern. 1. Klasse Süd / Mario Müllner (Tuba) hütete im Derby gegen Goberling das Tor der Schlaininger. Sein Bruder Ludwig Tuba steht ihm als (Co-)Trainer zur Seite. „Es steht viel Arbeit bevor“.

Brüder halten zusammen. Während Mario Müllner wieder für die Schlaininger Mannschaft das Tor hütet, wird ihm sein Bruder Ludwig Tuba (v.l.) als (Co-)Trainer zur Seite stehen. Daniel Fenz/Archiv  |  NOEN, Daniel Fenz/Archiv
Von Daniel Fenz

Der ASKÖ Schlaining war schon seit längerer Zeit auf der Suche nach einem neuen Trainer. Vorige Woche kam es dann zur raschen Handlung des Vorstands. Sektionsleiter Ernst Simon: „Es war innerhalb der Mannschaft keine Disziplin mehr vorhanden. Jeder hatte seine eigene Meinung. Das hat mir nicht gefallen. Ebenso, dass sich Spielertrainer Zsolt Demeny oft selbst eintauschte.“

Daher trennte sich der Verein von seinem Coach. „Er wird nicht mehr für uns spielen. Wo es in hinzieht, das wissen wir nicht.“ Simon holte zwei erfahrene Fußball-Kenner nach Schlaining retour. Die Brüder Mario Müllner und Ludwig Tuba sollen jetzt für den möglichen Aufstieg in die 2. Liga Süd sorgen. Mario Müllner erzählt, wie es zur Verpflichtung kam: „Ernst Simon rief mich an und fragte mich, ob ich mich bereit erkläre, die letzten Spiele zu helfen. Goalie Philipp Imrek befindet sich derzeit in einem Tief.“ Müllner wird aber nicht immer im Tor stehen. „Sollte Imrek wieder zu seiner gewohnten Form zurückfinden, dann steht ihm für eine Rückkehr ins Tor der Einsermannschaft nichts im Wege.“

Verpflichtung kam für beide überraschend 

Es soll eine Übergangslösung sein. Nach erfolgreichem Aufstieg in die 2. Liga Süd wird überlegt, ob Mario Müllner eine Saison dranhängt. Bruder Ludwig Tuba war zuletzt in Riedlingsdorf (2. Klasse A Süd) Trainer. Geplant war diese Verpflichtung aber nicht. Tuba wollte es nach dem Abgang in Riedlingsdorf ruhiger angehen. „Ernst Simon hat mich beim Spiel in Oberwart am Freitagabend gefragt, ob ich es mir vorstellen könne, Trainer bei ihnen zu werden“, sagt Ludwig Tuba.

Der gebürtige Oberwarter, der beim TSV in Hartberg Nachwuchs-Coach ist, sagte – unter der Bedingung, gemeinsam mit seinem Bruder die Mannschaft zu betreuen – zu. „Ich sah mir die Schlaininger an und wusste, es ist noch viel Arbeit notwendig. Mein Bruder Mario ist der Cheftrainer – ich sein Co-Trainer. Ich werde nur alleine auf der Bank sitzen, wenn Mario im Tor steht.“ Er sagt abschließend: „Die Mannschaft muss aggressiver werden, sonst können wir den Aufstieg schon bald abschreiben.“