Erstellt am 05. November 2014, 09:34

von Daniel Fenz

Entscheidung folgt am grünen Tisch. Mischendorfs György Pezenhofer wäre gegen den SK Unterschützen gesperrt gewesen – gekickt hat er trotzdem.

Fraglicher Einsatz. György Pezenhofer (l.) hätte am 25. Oktober gegen Unterschützen nicht spielen dürfen. Ob das Spiel mit 3:0 für Unterschützen gewertet wird, entscheidet sich am Donnerstag.  |  NOEN, BVZ
Ein ungewöhnlicher Vorfall ereignete sich vor rund zwei Wochen beim Spiel zwischen Mischendorf und Unterschützen. Dabei siegten die Hausherren mit 2:1 – gegen dieses Ergebnis legte der SK Unterschützen Protest ein.

Weil György Pezenhofer, der eine Woche zuvor beim Abgang wegen einer Ehrenbeleidigung Rot sah, trotzdem spielte, hat man nun gute Chancen, dass das Ergebnis mit 0:3 für Unterschützen gewertet wird.

Simon Knöbl: „Ein komischer Fall“

Beim SV Mischendorf wollte Obmann Andreas Brunner kaum etwas zu diesem Vorfall sagen. Zu ungewiss ist die Sachlage und jedes Wort wäre zu viel. Die Mischendorfer stützen sich aber auf eine Aussage von Hermann Sagmeister, dem Obmann-Stellvertreter des Straf- und Meldeausschusses (STRUMA), der Pezenhofer als einsatzbereit einstufte. Das sah man bei der STRUMA anders.

„Zu diesem Vorfall gab es schon eine Verhandlung, aber sie wurde vertagt, da Sagmeister nicht anwesend war“, sagte Simon Knöbl, Geschäftsführer des BFV.

Trotz mehreren Versuchen war Sagmeister für die BVZ bei Redaktionsschluss nicht erreichbar. Getagt wird nun morgen, Donnerstag, um 17 Uhr, in Stegersbach. Dann wird das weitere Vorgehen besprochen. „Für mich ein komischer Fall“, so Knöbl.

Erst dank Schiri Christian Karner wurde man in Unterschützen darauf aufmerksam. Dieser schrieb das auch in seinen Bericht. Unterschützens Trainer Florian Hotwagner: „Es stimmt, wir haben Protest gegen den Spielausgang eingelegt. Pezenhofer wäre gesperrt gewesen und hat gegen uns sogar noch das 1:1 erzielt.“ Noch ist schwer zu sagen, wie dieses Spiel am Ende wirklich gewertet wird.