Erstellt am 09. Januar 2013, 00:00

„Erfahrung hilft“. 1. Klasse Süd / Rudolf Strobl spielte aktiv bei Wacker Innsbruck und beim GAK. Jetzt steht er als Trainer in Ollersdorf am Platz.

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BVZ: Der SV Ollersdorf hat im Herbst zwei Trainer und einen Obmann verbraucht. Warum übernehmen Sie gerade in einer solchen Situation wieder das Traineramt?

Rudolf Strobl: Es ist einfach eine Herzensangelegenheit, immerhin geht es um meinen Stammverein. Diese Vorkommnisse in der abgelaufenen Herbstsaison haben mich gestört und zum Teil auch provoziert. Ich will nun helfen, den Verein wieder in ruhiges Fahrwasser zu bekommen.

Sie waren rund neun Jahre nicht mehr tätig, könnte das zum Problem werden?

Strobl: Natürlich hat sich der Fußball in den letzten Jahren verändert, aber ich habe mich in dieser Zeit auch weitergebildet. Zudem glaube ich, dass ich den Spielern in erster Linie mit meiner Erfahrung helfen kann.

Sie haben die Mannschaft Ihres Stammvereins im Herbst sicherlich einige Male gesehen. Was haben Sie für einen Eindruck von der Truppe?

Strobl: Die Mannschaft ist sicherlich besser als ihr Tabellenplatz. Trotzdem heißt es im Frühjahr aufpassen, denn die anderen Vereine schlafen auch nicht. Ich hoffe, dass wir uns rasch ins gesicherte Mittelfeld absetzen können.

Wie wird die Vorbereitung dazu ausschauen und wird es zu Kaderveränderungen kommen?

Strobl: Offizieller Trainingsbeginn ist am 17. Jänner, einige Testspiele wurden bereits fixiert. Um die, doch sehr lange, Pause zu überbrücken, haben wir schon die eine oder andere Einheit in der Halle eingeschoben. Kaderveränderungen sind zum jetzigen Stand nicht geplant. Der im Finish der Hinrunde zu uns gestoßene Zoltan Kovacs, wird auch im Frühjahr das Ollersdorf-Dress tragen.

Wie stehen Sie eigentlich zum Ende der Beschränkung für Legionäre im Amateurbereich mit Sommer 2013?

Strobl: Glücklich bin ich mit solchen Maßnahmen nicht, aber es musste wahrscheinlich eine EU-Linie eingehalten werden. Es wäre gescheiter, wenn der Ollersdorfer in Ollersdorf, der Oberdorfer in Oberdorf und der Sigeter in Siget spielt.

Im Burgenland soll die Regelung mit fünf Eigenbauspielern, beziehungsweise fünf Verbandsspielern kommen. Ihre Meinung dazu?

Strobl: Solche Regelungen dienen nur dazu, dass sie von irgendwem wieder umgangen werden. Aber lassen wir uns einfach überraschen.

Interview: Siegfried Prader

Zur Person

Hat klare Ziele. Strobl will Ollersdorf ins gesicherte Mittelfeld führen.

Prader

Rudolf Strobl. Spieler beim SV Ollersdorf, SC Eisenstadt, Wiener Sportklub, Wacker Innsbruck/FC Tirol, GAK.

Bisherige Trainerstationen: SV Ollersdorf (7 Jahre, bis 2003).