Erstellt am 15. Juni 2011, 00:00

Erzrivalen gehen mit viel Emotion ins Spiel. 2. KLASSE B SÜD / Tobaj/Hasendorf und Dt. Tschantschendorf kämpfen im Nachtragsspiel um Ruhm und Ehre im Ort. 

VON CARINA GANSTER

Die Meisterschaft ist bereits zu Ende, aber am kommenden Wochenende steht die wohl mit großer Spannung erwartete Begegnung zwischen Tobaj/Hasendorf und Dt. Tschantschendorf auf dem Programm. Grund für die Austragung des Spiels nach Ende der Meisterschaft ist, dass es in der Vorwoche in Tobaj eine Hochzeit gegeben hat und der Verein keine Mannschaft hätte stellen können. „Wir haben mit der Spielverschiebung kein Problem. Wir hätten uns nichts nachsagen lassen wollen und deshalb haben wir zugestimmt“, kommentiert Dt. Tschantschendorfs Trainer Michael Weingrill die Verschiebung.

Schon in den vergangenen Wochen hatte die Mannschaft von Trainer Frederick Klobosits mit großem Spielermangel zu kämpfen. Die Tatsache, dass man seit fünf Spielen keine Reservemannschaft mehr stellen konnte, spricht auch nicht gerade für die Mannschaft. Im Derby gegen Dt. Tschantschendorf will Tobaj aber auch in der Reserve neu durchstarten. Dazu muss auch Trainer Frederick Klobosits herhalten. „Durch unsere Personalprobleme haben wir uns in den letzten Wochen sehr schwergetan. Für das Derby können wir aber genug Spieler mobilisieren“, so der Trainer. Auch Klobosits selbst muss in der Reservemannschaft kicken. „Wir wollen unbedingt spielen. Auch ich werde einlaufen, es geht um die Ehre im Dorf“, erzählt der Trainer.

Beide Mannschaften  dementieren Fusionierung

Zwar geht es in der Tabelle eigentlich um nichts mehr, emotional steht jedoch die Vorherrschaft in der Gemeinde im Vordergrund. Vor allem nach der Aufregung um die Vereinszusammenlegung der beiden Sportvereine (die BVZ berichtete) erwarten sich beide Mannschaften ein hitziges Duell. Es zählt nur ein Sieg. „Es wird auf jeden Fall heiß hergehen. Wir wollen die Saison unbedingt mit einem Sieg beenden und gegen unseren Erzrivalen gut spielen“, sagt Deutsch Tschantschendorfs Trainer Michael Weingrill. Auch in Tobaj will man die drei Punkte: „Wir wollen einen gelungenen Abschluss“, so Klobosits.

BFV fällte Urteil gegen  Tobaj-Spieler Jona Zsolt

In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass der Tobajer Spieler Jona Zsolt-->

, der seit einigen Wochen nicht mehr im Kader ist, bei einem Reservespiel für Großmürbisch (1. Klasse B Süd) eingelaufen war. Der Grund für den Rausschmiss sollen laut Tobaj Trainer Frederick Klobosits, „Leistungs- und Disziplinprobleme“ gewesen sein, obwohl Zsolt für zehn der 34 Meisterschaftstore des ASV Tobaj/Hasendorf verantwortlich war.

In einer Strafausschusssenatssitzung des Burgenländischen Fußballverbandes (BFV) wurde Jona Zsolt nun nach Paragraf 104, Absatz eins, für zwei Spiele gesperrt. Der SV Großmürbisch muss eine Strafe von 200 Euro an den Verband bezahlen.