Erstellt am 12. Oktober 2011, 00:00

„Fühle mich stark“. SNOWBOARD / Burgenlands Snowboarderin Julia Dujmovits startet mit viel Motivation und Selbstvertrauen in die Saison.

Belegte im Vorjahr den vierten Rang. Julia Dujmovits startet morgen in die neue Saison.  |  NOEN
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VON DANIEL FENZ

Morgen, Donnerstag, startet die Sulzerin Julia Dujmovits in der „SnowWorld“ Landgraaf (Holland) in die neue Weltcupsaison. Nach zwei Top-Resultaten am Ende des vergangenen Winters (zweimal Rang drei im Weltcup-Riesentorlauf in Arosa und Valmalenco) möchte die zielstrebige Burgenländerin richtig durchstarten. Damit möchte sie ihrem großen Traum „Sochi 2014“ einen weiteren Schritt näher kommen.

Dujmovits: „Wenn Basis  stimmt, ist alles möglich“

 

Julia Dujmovits Geschichte klingt nach dem Austro-Remake des Kinohits „Cool Runnings“ über die erste jamaikanische Bobmannschaft bei Olympia. Mit neun Jahren stand sie im Familienskiurlaub zum ersten Mal auf einem Snowboard. Liebe auf den ersten Schwung. Heute, mit 24 Jahren, steht Dujmovits noch immer drauf. „Wenn die Basis stimmt, ist alles möglich.“ Ihrem morgigen Weltcup-Einsatz sieht die ehrgeizige Sportstudentin freudig gelassen entgegen. Das Kribbeln vor dem ersten Rennen ist jedoch vorhanden. „Die Freude, dass es nun endlich wieder losgeht, ist irrsinnig groß. Die Vorbereitungen liefen perfekt. Ich fühle mich stark und fit.“

Auch das Material verstärkt das positive Gefühl. Konkrete Zielsetzungen für die Saison 2011/12 gibt es ebenfalls: „Ich will behaupten können, dass ich mit Spaß an jedes Rennen herangehe, das Maximum aus mir heraushole und dabei den Moment, das ’hier und jetzt‘, genieße. Wenn diese Basis stimmt, ist alles möglich“, beschreibt Julia Dujmovits ihr Grundgefühl.

Die Trainingsvorbereitung  fand auf Hawaii statt

 

„Alles, was man braucht, muss man im Rucksack dabei haben“, so die Lebensphilosophie der freiheitsliebenden Burgenländerin. Kurzerhand verlegte die A-Kaderläuferin ihr Sommertraining für sechs Wochen (die BVZ berichtete) nach Kalalau-Beach, einer der insgesamt acht Hauptinseln Hawaiis. Ungewöhnlich, aber effizient: „Es war eine unglaubliche Zeit und die beste Vorbereitung für mich.“

Neben den schönen Erinnerungen werden in Zukunft auch Mentalcoach Christian Krammer und Energetikern Gudrun Elpons für die richtige Balance bei der Snowboarderin während der Saison sorgen.

Anreise erfolgt gemeinsam  mit Trainer Tom Weninger

 

Die Anreise zum ersten Weltcup-Rennen nach Landgraaf erfolgte am Montag-Nachmittag mit den Teamkolleginnen Marion Kreiner, Ina Meschik, Heidi Neururer, Claudia Riegler und Sabine Schöffmann. Mit dabei ist der neue Snowboard-ÖSV-Cheftrainer Tom Weninger. „Wohlbemerkt auch ein Burgenländer. Burgenland rocks!“, lachte Julia Dujmovits. Im vergangenen Jahr belegte sie beim Auftaktrennen in den Niederlanden den zehnten Platz.