Erstellt am 08. Juni 2011, 00:00

Für Weinhandl war im Halbfinale Endstation. LANDESMEISTERSCHAFT / Der Oberwarter unterlag dem für Eisenstadt spielenden Patrick Linke – und war enttäuscht.

Führen die Tabelle an. Der UTC Oberwart (im Bild Oberwarts Clemens Weinhandl).DANIEL FENZ  |  NOEN
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VON DANIEL FENZ

Nur Teilerfolge gab es für die Oberwarter Tennis-Herren am Wochenende bei den Landesmeisterschaften in Pöttsching. Mannschaftsführer Klaus Kojnek haderte mit einer schlechten Auslosung. Er musste bereits in der ersten Runde gegen den an Nummer zwei gesetzten, für den UTC Neudörfl spielenden Sebastian Beutel aus Niederösterreich antreten.

Kojnek spielte eine beherzte Partie und hielt das Spiel lange offen. Schlussendlich musste er sich jedoch mit 4:6 und 4:6 geschlagen geben. „Schade, da war mehr drinnen, speziell beim 4:3 im zweiten Satz. Mit der spielerischen Leistung kann ich aber zufrieden sein“, berichtete Klaus Kojnek.

„Ich habe ihm quasi  das Spiel geschenkt“

Oberwarts Björn Eichinger startete mit zwei sicheren Siegen gegen Bernd Widhalm (St. Margarethen) und Harald Gschiel (Pöttsching) in die Landesmeisterschaft. Im Viertelfinale wartete Sebastian Beutel. Beim Spielstand von 0:6 und 0:1 musste das Spiel jedoch unterbrochen und am darauf folgenden Tag fortgesetzt werden. Der zweite Satz wurde noch zu einem wahren Krimi, den Eichinger mit 6:7 verlor.

„Beim Stand von 5:4 hatte ich sogar einen Satzball, den dritten Satz hätte ich mir gerne angeschaut“, meinte Eichinger. Sein Vereinskollege Uwe Hofstädter siegte zunächst gegen den Neudörfler Harald Donhauser in zwei Sätzen und traf dann auf den Vorjahresfinalisten und Nummer fünf des Turniers, Peter Matejowsky.

In einem zweieinhalb Stunden langen Kampf siegte der für Oberwart spielende Pinkafelder Hofstädter nach hervorragender Leistung mit 4:6, 6:2 und 6:4. „Das war der bisher beste Spieler, den ich bei einem Turnier besiegt habe. Ich habe das Maximum bei diesem Turnier herausgeholt“, so Hofstädter. Im Viertelfinale musste Hofstädter beim Stand von 1:4 gegen Teamkollege Clemens Weinhandl jedoch entkräftet aufgeben. Weinhandl war an Nummer drei gesetzt und zog mit sicheren Siegen gegen Armin Hub (Loretto), Markus Pingitzer (Sport-Treff Kurtz) und eben Uwe Hofstädter ins Halbfinale ein. Dort traf er auf den für Eisenstadt spielenden Salzburger Patrick Linke –  die Nummer eins der Landesmeisterschaft. Der Südburgenländer führte im ersten Satz klar und vergab mehrere Satzbälle bei eigenem Aufschlag, um sich schlussendlich mit 6:7 und 3:6 geschlagen zu geben. „Ich bin extrem enttäuscht, da Linke nicht das Match gewonnen hat, sondern ich es verloren und ihm quasi geschenkt habe. Die mut- und glücklos vergebenen Satzbälle waren die Schlüsselszene des Spiels“, lautete der Kommentar des enttäuschten Oberwarters: „Ohne Mumm kein Titel.“ Am Samstag geht es für die Oberwarter mit der Mannschaftsmeisterschaft in Eisenstadt weiter. „Wir sind der klare Favorit, vor den drei starken Ungarn der Eisenstädter jedoch gewarnt“, so Klaus Kojnek.