Erstellt am 01. Juni 2011, 00:00

Gegner als Retter in der Not. 2. KLASSE B SÜD / Im Derby Sulz gegen Gerersdorf fiel das Flutlicht aus. Dank Julius Zach wurde das Spiel fortgesetzt.

Konstruktive Arbeit. Die beiden Trainer Willi Kroboth (l.) und Janos Balcsa (r.) im Spiel zwischen Gerersdorf und Sulz. DANIEL FENZ  |  NOEN
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VON CARINA GANSTER

Passend zur Stimmung der heimischen Mannschaft aus Sulz – man war zu diesem Zeitpunkt mit 0:2 in Rückstand – fiel eine Viertelstunde vor Spielende auch noch das Flutlicht aus. Am Sportplatz wurde es plötzlich mucksmäuschenstill. „Auf einmal war es finster. Durch einen indirekten Blitzschlag ist die Hauptsicherung geflogen. Gerersdorfs Spieler Julius Zach, der aufgrund einer Verletzung nur Zuschauer im Derby war, konnte die Sicherung reparieren. Dafür möchten wir uns bei ihm bedanken“, schildert Sulz’ Sektionsleiter Arnold Jandrisevits die Situation. Das Spiel war für eine Viertelstunde unterbrochen. Kurz vor dem Stromausfall war die Aufregung bei der Palcsa-Elf riesengroß. Der Stein des Anstoßes war eine Entscheidung von Schiri Balaj Nestret.

Tor der Gerersdorfer sorgte  für Unruhe bei der Heimelf

„Nach einer Flanke der Gerersdorfer pfiff der Schiri Abseits. Daraufhin blieben alle Spieler stehen. Suad Bucuk nahm den Ball und schoss ihn ins Tor. Dann deutete der Schiedsrichter auf den Mittelkreis und gab den Treffer“, erklärt Arnold Jandrisevits. Etwas anders sieht man die Situation in Gerersdorf. „Keine Frage, es herrschte zwar etwas Unruhe auf dem Spielfeld, aber ich habe keinen Pfiff vom Schiri gehört und es gab auch kein Abseits. Die Entscheidung geht also in Ordnung“, erzählt Patrick Hafner, Kassier-Stellvertreter in Gerersdorf.

Hält man also am Faktum fest, dass „Schiedsrichterentscheidungen Tatsachenentscheidungen sind, können wir ohnehin nichts mehr ändern und müssen die Entscheidung so hinnehmen“, so Jandrisevits weiter. Der Sulzer Kapitän Arnold Zimmerl reklamierte zwar heftig, jedoch ohne Erfolg. Für ihn gab es lediglich die Ampelkarte kurz vor Spielende. Der Kapitän fehlt seiner Elf also im nächsten Spiel gegen Dt. Tschantschendorf.