Erstellt am 22. Januar 2014, 23:59

von Daniel Fenz

Geplante Fusion ist vorerst auf Eis gelegt. Bernstein/Stuben/Redlschlag / Stuben-Boss Konrad Renner wollte aus drei Vereinen zwei machen. Noch ist das Vorhaben nicht realisierbar.

In Zukunft nur mehr ein Verein mit zwei Mannschaften? Stubens Obmann Konrad Renner wünscht sich einen Zusammenschluss. Bernstein (im Bild rechts Josef Fleck) kann sich derzeit nicht damit anfreunden. Foto: Archiv  |  NOEN, Archiv
Von Daniel Fenz

FUSSBALL / Die Gespräche über eine Fusion zwischen den Vereinen der Großgemeinde Bernstein – konkret eben Bernstein, Redlschlag (beide 2. Klasse A Süd) und Stuben (2. Liga Süd) – wären für Anfang Jänner geplant gewesen.

Aufgrund der Absage der SG Redlschlag kam sie aber nicht zustande. Obmann Michael Brenner erläutert, wieso ein Zusammenschluss noch nicht möglich ist.

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„Wir konnten den Termin Anfang Jänner nicht wahrnehmen, da wir keine Vertreter für die Arbeitsgruppe haben. Wir müssen zuerst alles im Verein auf Reihe bringen und brauchen die Zeit selbst“, so Brenner, der das Amt erst im Juli 2013 von seinem Vorgänger Helmut Wiesinger übernahm. Interesse bestehe dennoch.

„Es kann sehr schnell gehen“

„Wir sind nicht abgeneigt. Es kann schnell gehen, die Fusion aber auch zwei bis drei Jahre dauern“, sagt Brenner weiter.

Der SV Stuben ist schon seit längerer Zeit für eine Fusion. „Von unserer Seite her wird es das Interesse immer geben. Es sollten bald Nägel mit Köpfen gemacht werden“, sagt Konrad Renner, Obmann des Sportvereins, der auch schon einen Plan für die Zukunft parat hat: Es würde demnach eine Kampfmannschaft in der 2. Liga geben und ein Team in der 2. Klasse. Alle drei Spielstätten könnten weiterhin genutzt werden. „Es würde halbjährlich gewechselt, damit werden alle Sportstätten bespielt, auch beim Nachwuchs.“

Bernsteins SL will weiter verhandeln

Hans Schaffer, Obmann des SV Bernstein, hält sich bedeckt: „Wir müssen erst ein Konzept erstellen und dann die Mitglieder befragen.“ Sein Sektionsleiter Karl Spiesz ergänzt: „Derzeit ist es für mich nicht zielführend, dass wir weiter verhandeln. Dass die Gemeindevertreter diesen Zusammenschluss wollen, ist klar. Ich glaube aber, dass es schwierig ist, das Projekt umzusetzen.“

Die Gemeinde steht hinter einer Verknüpfung. SPÖ-Bürgermeisterin Renate Habetler: „Wir stehen dem Vorhaben positiv gegenüber und es wäre finanziell einfacher, die Vereine zu unterstützen.“

„Es muss alles gut überlegt sein“

Die Ortschefin möchte den Vereinen aber keinen Stress machen: „Das muss alles gut überlegt sein, wir werden jedes Projekt unterstützen.“ ÖVP-Vizebürgermeister Markus Zettl: „Es gibt zu wenige Spieler in der Großgemeinde, daher kann es nur eine Fusionierung geben.“

Der Vize hat sich ein Ziel gesetzt: „Ich rechne damit, dass es spätestens 2015 eine Entscheidung gibt. Die Sponsoren hätten es bei einem Verein einfacher.“ Simon Knöbl, Geschäftsführer des Burgenländischen Fußballverbandes:

„Es kommt darauf an, wann die Fusion über die Bühne geht. Klar ist, dass die Klassen und die Meisterschaft erst in der darauf folgenden Saison geändert werden können, und, es wäre uns lieber, wenn alle drei Vereine bestehen blieben.“