Erstellt am 21. Mai 2014, 20:29

Güssing scheitert knapp in Kapfenberg. Die Güssing Knights verlieren das zweite Spiel der Play off-Finalserie gegen Kapfenberg mit 85:82 und liegen 2:0 zurück. Spiel drei findet am Sonntag in Güssing statt.

 |  NOEN, Michael Pekovics

Das zweite Spiel in Kapfenberg war bis zum Ende ausgeglichen. Die Entscheidung fiel drei Sekunden vor dem Ende, als Kapfenbergs Mark Sanchez beim Gleichstand von 82:82 einen Dreipunkter versenkte.

Die Güssing Knights starten im zweiten Spiel der Play off-Finalserie besser als in der ersten Begegnung. Vor allem von außen ist die gewohnte Treffsicherheit wieder da: Nach knapp drei Minuten führen die Ritter schon 8:2. Doch dann kommt Kapfenberg zurück, vor allem Armin Woschank und Demetrius Nelson sind nicht zu stoppen. Das erste Viertel endet mit 20:20. Auch im zweiten Abschnitt kann sich keine Mannschaft entscheidend absetzen, das Spiel in der ausverkauften und dadurch extrem aufgeheizten Kapfenberger Halle geht munter hin und her.

Nach Seitenwechsel scheint das Spiel zu kippen: Marcus Heard kassiert früh sein viertes Foul, die Ballverluste bei den Rittern häufen sich. Das nutzt Kapfenberg eiskalt aus, jeder Fehler des Gegners wird in Punkte umgemünzt. Beim Stand von 50:41 für Kapfenberg flüchtet sich Headcoach Matthias Zollner in eine Auszeit.

Zunächst scheint es für Güssing besser zu laufen: Thomas Klepeisz trifft seinen zweiten Dreier und Marcus Heard und Travis Taylor dominieren unter dem Korb. Doch dann kassieren Heard und Ricardo Dias Bodra ihre vierten Fouls, wodurch die Verteidigung der Knights unter dem Korb leidet. Drei Minuten vor dem Ende des dritten Viertels steht es 62:54 für Kapfenberg. Güssing kämpft ähnlich wie im ersten Spiel mit vielen Ballverlusten.

In der Schlussphase des dritten Abschnitts legen die Knights vor allem in Person von Taylor einen 8:0-Lauf aufs Parkett und verkürzen den Rückstand auf zwei Punkte. Kapfenbergs Headcoach Michael Schrittwieser nimmt eine Auszeit, seine Mannschaft kommt wieder besser ins Spiel und wehrt den Angriff der Ritter ab. Das Viertel endet mit 25:23 für Kapfenberg, die Steirer führen mit 66:62.

Der letzte Abschnitt des zweiten Finales beginnt mit zwei Punkten von Anthony Shavies. Mit dem dritten verwerteten Dreier von Thomas Klepeisz übernehmen die Knights die Führung, Kapfenberg muss wieder eine Auszeit nehmen. Direkt danach trifft Heard erneut einen Dreier und einen Korbleger, es steht 72:68 für Güssing. Die Bulls antworten mit zwei Dreiern von Armin Woschank, er hat bereits fünf von sechs Versuchen getroffen. Fünf Minuten vor dem Ende steht es 74:74 - die Schlussphase, die "crunch time", hat begonnen.

Güssing kämpft weiter mit Foulproblemen, auch Thomas Klepeisz hat so wie Heard und Dias Bodra vier. Die nächsten Punkte macht Kapfenberg, Klepeisz verkürzt den Rückstand mit einem Dreier wieder auf zwei Punkte (81:79). Martin Kohlmaier und Taylor treffen je einen Freiwurf, eine Minute vor dem Ende gleicht Taylor mit einem Korbleger zum 82:82 aus. Kapfenbergs Ian Boylan passt den Ball in die Hände von Klepeisz, Heard scheitert beim Wurf. Drei Sekunden vor dem Ende trifft Mark Sanchez einen Dreier zum 85:82 - Güssing nimmt eine Auszeit: Der letzte Notwurf von Thomas Klepeisz verfehlt das Ziel, Kapfenberg geht in der Finalserie 2014 mit 2:0 in Führung.

Das dritte Spiel der Finalserie findet am kommenden Sonntag, um 19.30 Uhr, in Güssing statt. Die Ritter müssen in diesem "do or die"-Spiel gewinnen, um ein weiteres Spiel zu erzwingen.

Die besten Werfer des Spiels bei Güssing waren Taylor (22), Heard (17), Thomas Klepeisz und Shavies (12). Auf Kapfenberger Seiten hatten Ray (18), Kohlmaier (17) und Woschank (16) das Visier am besten eingestellt.