Erstellt am 25. Mai 2011, 00:00

„Hoffen auf ein Wunder“. VORSCHAU / Aufsteiger Eberau steht im Derby in Güssing unter Druck. Ein Sieg muss her, um Chance auf Ligaerhalt zu wahren.

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VON ANDREAS KOLLER

GÜSSING - EBERAU, FREITAG, 19.30 UHR: Nach der Niederlage gegen den Tabellenletzten Schattendorf ist die Stimmung beim SV Eberau am Boden. „Momentan beurteilen wir unsere Lage fast als aussichtslos“, meinte ein enttäuschter Pressesprecher Alfred Ranftl, „wir können uns eh nur an den Strohhalm klammern und hoffen, dass in den letzten vier Runden noch etwas Außergewöhnliches passiert“. Am Freitag steht der schwere Gang zum Derby nach Güssing bevor – „nicht unbedingt eine Partie, bei der man von einem Sieg ausgehen kann“, meint Ranftl, um dann doch wieder den Zweckoptimismus in den Vordergrund zu stellen: „Aber vielleicht klappt es gerade dann.“

Der Güssinger SV hat laut Obmann Martin Muik jedenfalls „nichts zu verschenken, wir brauchen selber noch ein paar Punkterl, weil noch die schweren Spiele gegen Neuberg und Stegersbach auf dem Programm stehen“. Die Heimischen haben im Derby jedoch einige Ausfälle zu beklagen. Kevin Zinkl und Kevin Gröller fehlen voraussichtlich verletzungsbedingt und Hannes Winkelbauer ist gesperrt. „Trotzdem wollen wir das Derby positiv gestalten“, sagt Muik. Der SV Eberau dürfte hingegen komplett antreten können.

OBERWART - STEGERSBACH, FREITAG, 19.30 UHR: Nach dem 4:0-Sieg über Neuberg gehen die Oberwarter mit breiter Brust ins Derby gegen den Tabellenführer Stegersbach. SVO-Manager Michael Benedek: „Wir wollen natürlich an die Leistung gegen Neuberg anschließen. Selbstvertrauen haben wir jetzt wieder, wir wissen, dass wir gleichwertig sind.“ Der SV Stegersbach geht ersatzgeschwächt in die Partie. Neben dem langzeitverletzten Thomas Wagner fehlen gegen Oberwart die gesperrten David Hagenauer, Hannes Ritter und Ivan Barnjak. An der Zielsetzung ändert das aber nichts, wenn es nach dem Sportlichen Leiter Klaus Sagmeister geht: „Wir wollen das Derby natürlich gewinnen, auch wenn wir mit der kompletten U23 antreten müssten.“

KOHFIDISCH - MARZ, SAMSTAG, 17 UHR: „Wir tun uns heuer gegen Abstiegskandidaten schwerer als gegen die Vorderen“, warnt Kohfidisch-Trainer Ingmar Spendier vor den Marzern. Aber nach dem Überraschungserfolg gegen Stegersbach möchte die junge Truppe nachlegen und die Heimbilanz mit einem vollen Erfolg aufbessern. Diese Mission müssen die Kohfidischer allerdings ohne Markus Wölfer, Michael Müllner (beide verletzt) und Joachim Moricz (gesperrt) bestreiten. Michael Wölfer könnte wieder mit von der Partie sein.

Das Augenmerk sollte am Samstag aber auch auf die U23 gerichtet sein. Die Kohfidischer Youngsters stehen unmittelbar vor dem Titelgewinn. Bereits ein Punkt würde zur vorzeitigen Krönung reichen. Dann hätten die Kohfidischer in jedem Fall schon etwas zu feiern.