Erstellt am 16. Januar 2013, 00:00

„Ich werde es dem Trainer nahe legen“. IM GESPRÄCH / Christoph Koch (21), über den Masterstitel, seine Freistoßqualitäten und Ervin Bevab.

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BVZ: Gratulation zum Sieg beim heurigen Hallenmasters. Ihre Eindrücke?

Christoph Koch: Ich bin jetzt das vierte Jahr in Oberwart und sehr glücklich, dass wir uns endlich den Titel holen konnten. Gegenüber Parndorf und Mattersburg hatten wir dieses Mal sicher den Heimvorteil. Nur komisch war, dass wir als Siegerteam weder den besten Tormann, noch den besten Spieler stellten.

Woran kann dies liegen?

Koch: Es wird wohl daran liegen, dass die Mattersburger bekannter sind und eher zur Wahl bevorzugt werden.

Können Sie sich noch erinnern, wann Sie zuletzt drei Tore nach Freistößen wie im Halbfinale gegen Parndorf erzielten?

Koch: Puh, das letzte Mal vielleicht in der U10. In dem Spiel hat einfach jeder gepasst. Da war sicher auch Glück dabei.

Haben Sie schon mit Trainer Klaus Guger gesprochen, auch im Freien die Freistöße zu schießen?

Koch: Noch nicht, aber ich werde es ihm nahelegen.

Am vergangenen Montag startete das Training für das Frühjahr. Was sind die Ziele für die Rückrunde?

Koch: Mein persönliches Ziel ist es, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben und wenn dies geschafft sein sollte, so weit wie möglich in der Tabelle nach oben zu klettern, auch wenn dies mit unserem kleinen Kader schwierig ist.

Rückt das Team nach dem Sieg beim Masters noch enger zusammen?

Koch: Zusammenrücken ist der falsche Ausdruck, weil wir als Team sehr nah beieinander sind. Wir konnten uns sicher Selbstvertrauen holen, weil wir gesehen haben, dass wir uns vor niemanden verstecken müssen.

Mit Richard Wemmer und Ervin Bevab verliert man zwei Stammspieler. Wurden die Abgänge mit Gamperl, Pasko und Marc Seper adäquat kompensiert?

Koch: Wir haben Qualität verloren. Ob wir diese eins zu eins ersetzt haben, kann ich nicht vorhersagen.

Befürworten Sie den Abgang von Bevab zu Sturm Graz?

Koch: Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu Ervin und wir werden sicher in Kontakt bleiben. Ich glaube es ist der richtige Schritt für ihn, da bei Sturm im Sommer 16 Verträge auslaufen. Er ist aber sicher schweren Herzens gegangen.

Ist für Sie das Profigeschäft auch ein Thema?

Koch: Mit 17 Jahren hatte ich eigentlich nur ein Ziel: Profi werden. Dem ist jetzt nicht mehr so. Ich konzentriere mich derzeit voll auf meine Ausbildung. Sollte aber noch ein Angebot kommen, werde ich den Sprung wagen.

Interview: Patrick Bauer