Erstellt am 14. September 2011, 00:00

Im Kreuzfeuer der Kritik. 2. KLASSE B SÜD / Neustift ist erbost über Schiri Franz Fichtiger, der weiter ausholt und Trainer Robert Kercmar anzeigt.

Schiri Franz Fichtinger war den Kickers aus Neustift ein Dorn im Auge. Er soll das Spiel mit falschen Entscheidungen beeinflußt haben soll.FENZ  |  NOEN
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VON CARINA GANSTER

Nach dem Schlusspfiff gingen bei den Kickers aus Neustift die Wogen hoch. Grund dafür waren die Entscheidungen von Schiedsrichter Franz Fichtinger, die laut Neustifts Sportlichen Leiter Ronald Weidinger eindeutig „spielentscheidend waren“. Begonnen hat die Misere der Neustifter als Schiri Fichtinger vier Minuten Nachspielzeit anzeigte. Zu viel für Weidinger und zudem ohne Grund, weil: „In der Champions League gibt es selten bis nie sechs Minuten Nachspielzeit und in der zweiten Klasse schon? Da kann etwas nicht stimmen.“

Zu alledem kam, dass der Unparteiische Neustifts Stürmer Tamas Dömötör in der 94. Minute zurückpfiff, da er ein Abseits gesehen haben will. Auch das sei zu unrecht gewesen, meint Weidinger, denn, „Dömötör stand im eigenen Strafraum, als er den Ball annahm. Eine Abseitsposition ist also schier unmöglich.“ Eben anderer Meinung ist Schiri Fichtinger und meint dazu keck: „Das hätte sogar ein Blinder mit Sonnenbrille gesehen, dass der Spieler mindestens drei Meter im Abseits gestanden ist.“

Neustift unterschreibt  BFV-Spielbericht nicht

 

Ein weiterer Grund für die Aufregung ist, dass Gerersdorf laut Weidinger erst in der 96. Spielminute das 3:3-Unentschieden erzielte. Gerersdorfs Sektionsleiter Gerald Joszt: „Ob es in der 94. Minute oder der 96. Minute war, weiß ich nicht. Es gab ohnehin schon Aufregung genug“, so sein Kommentar. Für Fichtinger ist das Tor in der 94. Minute gefallen. Dies trug er auch so in den Onlinespielbericht des BFV ein, womit es zum nächsten Ärgernis der Kickers kam. Die Vereinsfunktionäre aus Neustift weigerten sich den Spielbericht zu unterzeichnen, was der Schiri dann selbst machte und seine Unterschrift für den Heimverein daruntersetzte. „Schiedsrichterentscheidungen sind Tatsachenentscheidungen. Die Konsequenzen für den Verein muss der Verband ziehen. Dass das entscheidende Tor so spät gefallen ist, ist Schiedsrichterpech“, meint Schiri-Obmann Günter Benkö. Für Fichtinger sind die Kickers selbst schuld: „Wenn sie so schlecht stehen und dadurch ein Tor bekommen, kann ich nichts dafür“, sagt Fichtinger.

Trotz aller Aufregung wollen die Neustifter keinen Protest einlegen, „es würde nichts bringen. Die Zuständigen helfen ohnehin alle zusammen“, meint Weidinger. Obmann Benkö kontert: „Wenn es so tragisch gewesen wäre, müssten die Neustifter schon Protest einlegen. Sonst beweisen sie nicht gerade Courage.“

Dafür zeigt Schiri Fichtinger Neustifts Trainer Robert Kercmer wegen Beleidigung an. Dazu meint Weidinger: „Soll er nur, die STRUMA wird in dieser Causa ohnehin entscheiden.“