Erstellt am 16. Januar 2013, 00:00

Jetzt wartet die WM. Qualifiziert / Die Sulzerin Julia Dujmovits sicherte sich mit Platz zwei in Bad Gastein die Teilnahme in Stoneham (Kanada).

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Von Daniel Fenz

SNOWBOARD / Die ersten beiden Parallel-Slalom-Weltcupentscheidungen in dieser Saison wurden in Bad Gastein ausgetragen. Für die Sulzerin Julia Dujmovits ging es dabei um das Ticket für die Snowboard-Weltmeisterschaft in Stoneham (Kanada), die am Donnerstag beginnt. Nicht nur die Teilnahme bei der WM, sondern auch die Führung im Gesamtweltcup ließen die junge Südburgenländerin am Wochenende in Bad Gastein strahlen.

Dujmovits  

Beim Slalom am Freitag – zum ersten Mal wurde das Finale im „Single-Run-Format“ ausgetragen, verlor Dujmovits auf dem 270 Meter langen Kurs nach einer starken Qualifikation (Platz drei) im ersten Finallauf gegen die Russin Alena Zavarzina. „Mir fehlten am Ende nur drei Hundertstelsekunden. Wenn man nur eine Chance hat, darf man sich keinen Fehler erlauben“, war die Sulzerin über das frühe Aus und Platz neun im Endklassement enttäuscht. Am Sonntag folgte die Revanche. Schon in der Qualifikation war die 25-Jährige mit Rang vier die beste heimische Fahrerin. Im Finale, das im gewohnten „Re-Run-Format“ gefahren wurde, gab sie von Beginn an Gas. „Im ersten Lauf trat ich gegen Amelie Kober an. Ich wusste, wenn ich gegen sie gewinne, kann ich jede Gegnerin schlagen.“ Und die Südburgenländerin war an diesem Tag eine Klasse für sich, technisch saubere Läufe. „Ich habe die richtige Mischung zwischen Vollgas und gezogener Handbremse gefunden.“ Im ersten Duell mit Patrizia Kummer passierte ihr jedoch ein Fehler und Dujmovits ging mit der „Penalty-Time“ von 1,05 Sekunden in den Rücklauf. Dort kämpfte sie sich mit einer starken Performance noch bis auf 0,34 Sekunden an die Schweizerin heran.

Mit diesem Ergebnis sicherte sie sich auch das WM-Ticket für Stoneham. „Das Schönste ist, dass ich den Erfolg mit Familie und Fans feiern konnte“, so Dujmovits, die sich in Kanada gute Chancen auf eine Medaille ausrechnet, „wenn ich konzentriert und fokussiert bleibe.“

Und als Abschlusstraining "bezwang" Julia Dujmovits gemeinsam mit ihrem Bruder Georg noch die Burg Güssing - ein sehenswertes Video.

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