Erstellt am 23. September 2015, 06:17

von Daniel Fenz

Jud-Comeback: Noch Luft nach oben. Sebastian Jud kämpft sich nach seinem Kreuzband- und Meniskusriss zurück. Sein größtes Ziel: Olympia 2018 in Südkorea.

Nur ein Bruder im Glück. Florian Jud beendete am Wochenende seine Snowboard-Karriere. Nach einem Kreuzbandriss entzündete sich der Knochen unter der Patellasehne. Grund genug für ihn, die Reißleine zu ziehen. Bruder Sebastian Jud (Foto) konzentriert sich voll auf die kommende Saison. Er startet Ende November mit dem ersten Europacup-Rennen im Pitztal durch. Größtes Ziel: In die Fußstapfen von Julia Dujmovits zu treten.  |  NOEN

Die Vorbereitung auf die neue Saison verlief für den Mühlgrabener Sebastian Jud bislang weit besser, als für Bruder Florian. Dieser musste am Wochenende seine Karriere aufgrund anhaltender Probleme nach einem Kreuzbandriss beenden.

Sebastian hingegen findet seit August im Heeressportzentrum Liebenau bei Graz perfekte Trainingsbedingungen vor, lediglich die einen Monat davor startende Grundausbildung seines Präsenzdienstes war ein Hindernis. „Oft hatten wir bis 22 Uhr Dienst, da blieb wenig Zeit für das Training.“

Leistungstest zeigen, dass Sebastian Jud fit ist

„Ich habe auch drei Mal in der Woche mit meinem Trainer Robert Antoni zusammen in Güssing trainiert.“ Die Vorbereitung im August verlief jedenfalls sehr gut. „Ich konnte meinen Trainingsplan nahtlos durchziehen. Die Leistungstests des Österreichischen Skiverbandes in Schladming zeigten, dass ich fit für die Saison bin.“

Weil Sebastian Jud aber noch mehr will, befindet er sich aktuell auf Konditionskurs in Kroatien, bevor das erste Schneetraining Ende September startet. „Ich war zwar die ganze letzte Saison aufgrund eines Kreuzband- und Meniskusrisses verletzt. Jetzt bin ich aber vollkommen genesen.“

Natürlich weiß der 19-Jährige noch nicht, wie sich diese Pause auf der Piste auswirkt. „Genauere Prognosen dazu gibt es erst nach dem ersten Rennen Ende November beim Europacup im Pitztal.“

Ziel bleiben einige Weltcupstarts sowie der Gesamtsieg im Europacup. Insgesamt sind 14 Weltcups geplant, sechs finden außerhalb von Europa statt. „Hoffentlich bin ich bei ein paar wie in Russland, Snow Valley, oder in Italien, Cortina d Ámpezzo am Start.“

Vollste Konzentration auf Olympia-Teilnahme

Jud freut sich jetzt einmal auf seinen ersten Weltcup-Start. „Die Qualifikation für das Finale der besten 48 wäre unglaublich geil. Somit hätte ich meinen ersten Live-Auftritt, da die Finali im Fernsehen übertragen werden.“

Langfristiges Ziel von Sebastian Jud: „Mein großes Ziel ist die Teilnahme bei den Olympischen Winterspielen 2018.“

Logisches (süd)burgenländisches Vorbild in dieser Hinsicht: Parallelslalom-Olympiasiegerin Julia Dujmovits.

Die ersten FIS-Bewerbe:
27. und 29. November, Snowboardcross am Pitztaler Gletscher.