Erstellt am 06. Juli 2011, 00:00

Kemeten vor Auflösung: Hoffnungen schwinden. 1. KLASSE A SÜD / Es steht nicht gut um Kemeten. Bürgermeister hat kaum noch Hoffnung auf einen Spielbetrieb.

Geht‘s weiter? Kemeten (Samir Krasniqi) steht vor einer ungewissen Zukunft.KOLLER  |  NOEN
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VON PATRICK BAUER

Das Positive vorweg: Der alte Vorstand rund um Noch-Obmann Michael Nussgraber wurde bei der ersten Generalversammlung entlastet. Finanziell steht der Verein auf gesunden Füßen. Das Negative? Noch ist kein neuer Obmann gefunden. Und glaubt man Bürgermeister Johann Nussgraber, wird es auch keinen mehr geben: „Niemand ist bereit, diese Funktion zu übernehmen. So wie es aussieht, werden wir am Freitag das Ende des Vereines beschließen.“ Auch Trainer Johann Sommer schlägt in die gleiche Kerbe: „Ich habe noch keine positiven Reaktionen gehört. Zurzeit will niemand den Obmann übernehmen. Es ist traurig, dass eine Gemeinde wie Kemeten mit rund 1.700 Einwohnern niemanden findet.“

Die Planungen für die neue Saison sind bei vielen Vereinen weit fortgeschritten, teilweise schon abgeschlossen, nur in Kemeten kann der Trainer zurzeit nicht planen, da er nicht weiß, wie es weitergeht. Sommer dazu: „Sollte es einen neuen Obmann geben, weiß man ja gar nicht, wie er danach plant.“ Dafür ziehen die ersten Spieler weiter: Stefan Haselbacher zum Beispiel nach Großpetersdorf.

Bürgermeister Nussgraber zur Lage: „Niemand kann planen. Es sind keine Vorbereitungsspiele fixiert. Die ersten Spieler haben sich verabschiedet. Jeden Tag, den wir zuwarten, wird es schlechter.“ Seit drei, vier Monaten versucht man, einen neuen Obmann zu finden - vergeblich. Zumindest ein bisschen Hoffnung hat Noch-Obmann Michael Nussgraber, der aus beruflichen Gründen nicht mehr weitermachen kann: „Wenn die Eltern unseres Nachwuchses bereit sind etwas zu tun, wird es weitergehen.“

Für alle Beteiligten eine schwierige Situation. Am Freitag, um 19 Uhr, im Gasthaus Kuich, fällt die Entscheidung, ob der SC Kemeten weiter existiert. Wenn sich kein Vorstand finde, meint der Bürgermeister, „werden wir die notwendigen Schritte einleiten und es nicht mehr verzögern“.