Erstellt am 12. August 2015, 09:11

von Daniel Fenz

Kerschbaumer: Bei WM „ein Fehler zu viel“. Gernot Kerschbaumer hätte die große Chance vor Augen gehabt. Doch für die Top-Ten muss einfach alles passen.

Platz zehn. Bei der Orientierungslauf-Weltmeisterschaft in Schottland stand als vorletzter Bewerb die Staffel auf dem Programm. Dabei lief Österreichs Team mit den Pinkafeldern Gernot Kerschbaumer und Helmut Gremmel (im Bild von links, mit Robert Merl) ein gutes Rennen. Die Mannschaft schaffte den Sprung in die Top-Ten. Foto: zVg  |  NOEN, zVg

Die Weltmeisterschaft in Schottland wurde vergangenen Dienstag (nach Redaktionsschluss) mit der Mitteldistanz fortgesetzt. Im Wald rund um das Darnaway Castle mussten die Athleten ihr Können in sehr unterschiedlichem Gelände beweisen.

„Für Top-Platz muss einfach alles passen“

Der HSV Pinkafeld-Athlet Gernot Kerschbaumer fand sehr gut ins Rennen, machte aber einen zu großen Fehler, um einen Spitzenplatz zu ergattern.

Danach setzte er zwar das Rennen solide fort, musste sich schlussendlich aber mit dem 16. Platz zufriedengeben. „Um unter die ersten Plätze zu kommen, muss einfach alles passen. Der eine Fehler war eben zu viel. Ein 16. Rang ist zwar nicht schlecht, aber ich hatte mir mehr erhofft.“

ls nächster Höhepunkt stand für ihn und seine Kollegen der Staffelbewerb auf dem Programm. Österreichs Herren mit Gernot Kerschbaumer, Helmut Gremmel (beide HSV Pinkafeld) und Robert Merl (ASKÖ Henndorf) erwischten einen idealen Start. „Kerschi“ übergab nach optimalen Lauf an dritter Stelle liegend an Gremmel.

Er machte seine Sache gut, hielt das Tempo der umliegenden Teams aber nicht ganz mit und schickte Merl an neunter Stelle liegend auf die Schlussstrecke.

Bestes WM-Ergebnis für Helmut Gremmel

Merl überholte den Konkurrenten aus Lettland, musste aber den Schweden und Bulgaren vorbeiziehen lassen. So schaffte das Team gerade noch den Sprung in die Top-Ten. „Wir liefen alle drei ein starkes Rennen. Der Abstand war nicht groß. Dieser Rang ist keine Selbstverständlichkeit. Wir können wirklich mit unserer Leistung zufrieden sein.“

Einen Start-Ziel-Sieg legte die Schweiz hin, Silber ging an Norwegen, auf Platz drei landeten die Sportler aus Frankreich. Österreichs Damen landeten mit Ursula Kadan (Fürstenfeld), Laura Ramstein (Graz) und Anja Arbter (Wien) auf dem 17. Endrang. Hier siegte Dänemark eindrucksvoll vor Norwegen und Schweden.

Als letzter Bewerb ging am Wochenende die Langdistanz über die Bühne. Gernot Kerschbaumer erlief die beste Platzierung für Österreich. Nach schlechtem Start arbeitete er sich ständig nach vorne und klassierte sich mit der Laufzeit von 1:49 Stunden auf dem 16. Rang. „Nach einem Fehler zu Beginn des Rennens lief es dann immer besser“, so „Kerschi“.

Helmut Gremmel zeigte eine konstante gute Leistung. Er wurde dafür mit seinem besten WM-Ergebnis, dem 32. Platz und Weltcuppunkten belohnt.