Erstellt am 18. Dezember 2013, 23:59

von Daniel Fenz

Klare Weichenstellung in Richtung Aufstieg. 2. Bundesliga Süd / Die Güssinger Mannschaft spielt ab Jänner 2014 in der Meisterrunde. Die Chance auf die 1. Bundesliga ist in Reichweite.

Steigen in die Play-Offs auf. Verena Burits, Verena Tellian, Yvonne Burits, Linda Peischl und Hanna Csukovits (v.l.) freuten sich über den Erfolg. Foto: D. Fenz  |  NOEN, D. Fenz
Von Daniel Fenz

GÜSSING - WOLFSBERG 3:0. Der erste Schritt ist geschafft. Mit dem Sieg gegen die Kärntnerinnen steht die Mannschaft auf Rang eins, erspart sich somit weitere Qualifikationshürden in Form einer Dreier-Ausscheidung (Ost/Süd/West) und ist fix in der Meisterrunde für die 1. Bundesliga.
 


„Der Druck war schon spürbar, daher spielten meine Damen zuerst ein wenig verhalten. Im Endeffekt war es dann aber eine klare Angelegenheit“, erzählt Trainer Aleks Jovanovic. Die Revanche für die Auswärtsniederlage in Kärnten ist also im direkten Duell um die Spitze geglückt.

Die Erleichterung war dem Trainer nach dem Spiel anzumerken: „Ich war froh, dass wir es geschafft hatten, trotz vieler Ausfälle und Verletzungen während der Saison. Super, dass wir als Gruppen-Erster eines unserer Ziele erreicht haben.“

Eine Woche Pause, dann beginnt das Training

Jetzt gibt es eine Woche Pause, dann beginnt das Konditionstraining und die Vorbereitung auf die Meisterrunde. In der zweiten Jännerwoche startet für die Südburgenländerinnen der Kampf um den Aufstieg in die 1. Bundesliga.

„Heuer könnte es das erste Mal klappen und wir hätten die Möglichkeit, den Sprung nach oben zu schaffen“, ist Obfrau Astrid Gibiser zuversichtlich. Einer möglichen Finanzierung sieht sie dieses Mal gelassen entgegen. „Finanziell könnten wir schon überleben, das würde ich uns zutrauen.“

„Wenn alle fit bleiben und auch Judith Gibiser wieder spielen kann, sehe ich dem Aufstiegskampf gelassen entgegen.“
Trainer Alex Jovanovic

Sportlich weiß Coach Jovanovic, dass in der Meisterrunde härter als im Grunddurchgang gespielt wird. Trotzdem bleibt er entspannt: „Wenn alle fit bleiben und auch Judith Gibiser wieder spielen kann, sehe ich dem Aufstieg gelassen entgegen.“

Ob Aleks Jovanovic auch nach der Saison in Güssing ist, hängt großteils vom gesteckten Ziel ab. „Ich habe eine Vereinbarung für diese Saison getroffen. Am Ende muss man immer alles neu ausverhandeln. Zurzeit ist das für mich noch nicht relevant, es geht um den Grundstein, den wir für die weitere Saison legen wollen.“

Ex-Betreuer lobt: „Trotz kleinen Kaders leistet Team Tolles“

Sein Vorgänger Helmut Gallaun war bis zum Vorjahr Trainer der Wallabys. Als Vizepräsident des burgenländischen Volleyballverbandes verfolgt er die Spiele trotzdem großteils – wenn auch nicht immer vor Ort, sondern eher durch Zeitungsberichte oder das Internet.

„Ich gratuliere der Mannschaft. Trotz des kleinen Kaders leistet sie Tolles.“ Er selbst habe mit dem Klub abgeschlossen. „Nicht, weil es Streit gab, sondern weil ich voriges Jahr als Lehrer in Pension ging.“ Gallaun ist jetzt nur mehr als Schiedsrichter und als Supervisor beim Europäischen Volleyballverband (CEV) im Einsatz.

Interesse schon ab der Volksschule: „Auf dem richtigen Weg“

Der Aufwärtstrend bei den Volleyballerinnen soll auch in Zukunft fortgesetzt werden. Das Interesse bei den Zusehern steigt und auch in der Volksschule bekommt Volleyball im Sportunterricht immer mehr Stellenwert. Gibiser: „Wir sind auf dem richtigen Weg.“
 


Die erste Runde:

Samstag, 11. Jänner, Uhrzeit noch offen: Union West-Wien - VC Raiffeisen Dornbirn; Union Güssing - SG Prinz Brunnenbau Volleys; VC Gewerbepark Mils - VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt.