Erstellt am 22. Dezember 2010, 00:00

Klepeisz-Buzzer: Das war der vierte Streich. BASKETBALL / Dank eines Wurfs von Thomas Klepeisz in letzter Sekunde siegten die Knights gegen Traiskirchen mit 84:82.

Jubelpose. Nach dem Sieg der Güssinger über Traiskirchen ließ sich Thomas Klepeisz, der 15 Punkte erzielte, von seinen Fans feiern – ein Kuss für seine Freundin inklusive.PEKOVICS  |  NOEN
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VON MICHAEL PEKOVICS

GÜSSING - TRAISKIRCHEN 84:82. Mit diesem Sieg verlängerten die Güssing Knights die Siegesserie in der Basketball-Bundesliga. Seit nunmehr vier Spielen sind die Ritter vor eigenem Publikum ungeschlagen. Das macht natürlich Lust auf das nächste Heimspiel, das gleichzeitig auch das Burgenlandderby ist: Am 2. Jänner, um 17 Uhr, kommen die Oberwart Gunners in den Aktivpark. Während Güssing befreit aufspielen kann, stehen die Oberwarter schon unter Zugzwang – vor allem nach der aktuellen Niederlage gegen Vienna.

Zuvor steht für die Knights aber noch das Auswärtsspiel in Graz auf dem Programm, in das die Spieler von Headcoach Robert Langer aber mit viel Selbstvertrauen gehen können, war der Sieg gegen die Traiskirchen Lions einerseits überraschend und andererseits auch verdient. Mit einer kompakten Mannschaftsleistung lag Güssing fast die gesamten 40 Minuten voran. Vor allem in der Schlussphase zeigten beide Teams Nervenstärke und versenkten beinahe jeden Wurf. Aber die Niederösterreicher hatten die Rechnung ohne Thomas Klepeisz gemacht: 3,6 Sekunden vor dem Ende dribbelte Klepeisz seelenruhig auf Höhe der Dreipunktelinie, wurde von zwei Löwen attackiert, fand die Lücke – und traf den alles entscheidenden Wurf mit traumwandlerischer Sicherheit.

VIENNA - OBERWART 80:73. Nach der Niederlage gegen Vienna ist Feuer am Dach der Oberwart Gunners. „Es wird Zeit, dass wir wieder zu unserer Form zurückfinden“, ärgert sich Manager Andreas Leitner. Vor allem die „undisziplinierte Spielweise“ stößt ihm sauer auf. „Da wird intern noch einiges geklärt werden müssen.“ Leitner spricht damit die vielen technischen Fouls an, allein im Spiel gegen Vienna waren es drei und zusätzlich ein unsportliches. Das ermöglichte Vienna viele einfache Punkte durch Freiwürfe. Headcoach Neno Asceric meinte nach der Niederlage kurz und trocken: „Gratulation an Vienna, zum Spiel kein Kommentar.“ Die Gunners hatten Vienna nur im ersten Viertel im Griff, danach drehten die Wiener – angeführt von Stjepan Stazic – auf. Dass das „Enfant terrible“ der Bundesliga nicht nur auf dem Parkett „heiß“ lief, sondern auch danach in der Kabine, beweist eine unschöne Aktion gegen Hannes Artner nach dem Schlusspfiff: Er wurde von Stazic angespuckt. Beinahe wäre es dann in der Kabine zu einer Schlägerei gekommen. Das nächste Heimspiel der Gunners findet am Sonntag, dem 26. Dezember, um 17 Uhr, gegen Gmunden statt. Der regierende Meister kommt als Tabellenführer nach Oberwart. „Ein schweres Spiel, ich erwarte mir von der Mannschaft nach dieser Niederlage gegen Vienna eine dementsprechende Reaktion“, sagt Leitner.