Erstellt am 11. Juni 2014, 14:47

von Michael Pekovics

Knights ohne Lizenz. Der Lizenzausschuss der Bundesliga erteilt den Knights nur dann eine Lizenz für die kommende Spielzeit, wenn die Nutzungsrechte über den Aktivpark restlos geklärt sind.

Meistergeschenk. Güssing Knights-Kapitän Manuel Jandrasits erhielt von Landeschef Hans Niessl einen Scheck von 5.000 Euro überreicht. Für Stadtchef Vinzenz Knor geht es jetzt darum, eine Einigung im Hick-Hack rund um den Aktivpark zu erzielen. Foto: Daniel Fenz  |  NOEN, Daniel Fenz
Der aktuelle Meister der Basketballmeisterschaft, die magnofit Güssing Knights, haben vom Lizenzausschuss der Liga eine Auflage bekommen. Die Frist läuft bis zum 15. September.

Gemeinde und Eigentümer schon länger im Clinch

Wie schon im Viertelfinale gegen die Oberwart Gunners geht es um das Nutzungsrecht des Aktivparks. Die Gemeinde und der Eigentümer, die Wiener WSF-Gruppe, fechten schon länger einen Streit um den Aktivpark aus. Das erste Viertelfinalspiel musste wegen der Androhung des Eigentümers sogar auswärts in Oberwart ausgetragen werden.

Zuletzt zeigten sich die Verantwortlichen der Güssing Knights zuversichtlich, dass die Gemeinde und die WSF-Gruppe eine Einigung erzielen können. Laut Güssings Bürgermeister Vinzenz Knor sind derzeit die Anwälte dabei, entsprechende Verträge auszuarbeiten.

Außerdem gebe es ein Schreiben, das besagt, dass die Knights den Aktivpark nutzen dürfen. Das sei auch der Bundesliga übermittelt worden. Am Dienstag Nachmittag gab die Admiral Basketball Bundesliga aber bekannt, dass nur dann eine Lizenz erteilt wird, wenn folgender Punkt erfüllt ist.

Bei nicht genehmigter Ersatzhalle ist Lizenz in Gefahr

„Der Nachweis der Eigentümerschaft der Spielhalle Aktivpark Güssing durch die Stadt Güssing muss bis spätestens 15.9.2014 erfolgen. Ist dies bis zu diesem Zeitpunkt nicht möglich, so muss ein Vertrag mit dem Besitzer des Aktivparks vorgelegt werden, der die Benutzung des Aktivparks ohne weitere Einschränkungen nachweist“, so die ABL.

„Treffen beide Punkte nicht zu bzw. kann ein solcher Vertrag nicht vorgelegt werden, so ist die Vorlage eines Vertrages betreffend der Benützungsmöglichkeit einer Ersatzhalle vorzulegen, diese Ersatzhalle muss eine von der ABL besichtigte und genehmigte Spielhalle sein. Sollte dies nicht termingerecht erfolgen, so muss die Lizenz widerrufen werden.“

Ritter gehen von positivem Verhandlungsergebnis aus

Konkret heißt das: Ohne gültigen Vertrag, der von beiden Seiten (Gemeinde und WSF-Gruppe) unterzeichnet wurde, können die Güssing Knights das Vorhaben Titelverteidigung nicht in Angriff nehmen. Bei den Rittern geht man davon aus, dass die Verhandlungen zwischen Gemeinde und Eigentümern des Aktivparks noch im Sommer zu einem positiven Ergebnis gebracht werden können.

„Sowohl wir als auch die Gemeinde gehen davon aus, dass der geforderte Nachweis bis zum 15. September ohne Probleme erbracht werden kann“, sagt Knights-Manager Bernhard Deutsch.