Erstellt am 29. Januar 2014, 09:44

von Bernhard Fenz

„Könnte ich mir nie verzeihen“. Sotschi 2014, Snowboard | Julia Dujmovits brennt schon auf Olympia. Ihre Familie lässt sie aber sicherheitshalber daheim.

Konzentriert und voller Vorfreude: Julia Dujmovits bereitet sich noch bis 15. Februar daheim auf Olympia vor, dann geht es ab nach Sotschi. Foto: Müllner  |  NOEN, MUELLNER Werner
Von Bernhard Fenz

Bei der offiziellen Einkleidung inhalierte Julia Dujmovits bereits ein wenig das Olympia-Flair. Das war es aber auch schon, im Vordergrund steht jetzt wieder das Training.

x  |  NOEN, MUELLNER Werner
Weil die Bewerbe mit 19. und 22. Februar spät angesetzt sind, wird die Sulzerin mit der Snowboard-Mannschaft für den Riesenslalom und Slalom erst am 15. Februar nach Russland reisen.

Beim Startschuss noch zu Hause

Die Olympia-Eröffnungsfeier in Sotschi geht demnach ohne die Südburgenländerin in Szene. „Ich wäre sehr gerne dabei gewesen, aber wir haben uns entschieden, erst später anzureisen und davor noch daheim zu trainieren – das ist weniger Stress. Dafür werden wir bei der Abschlussfeier dabei sein.“

Der Trubel des Olympia-Dorfs, die hautnahen Triumphe und Sport-Dramen, das alles soll vorerst noch beiseite geschoben werden, wenn die Spiele am 7. Februar beginnen. „Es kann Vor- und Nachteile haben, von Beginn an dabei zu sein. Ist die Stimmung im Team aufgrund noch fehlender Medaillen etwa schlecht, wirkt sich das womöglich negativ aus.“

Druck? „Damit kann ich umgehen“

Nichts soll auf dem Weg zu Edelmetall dem Zufall überlassen werden. „Ich bin bestens vorbereitet und fit wie noch nie.“ Dass sie Mitfavoritin ist, weiß die 26-Jährige, Stichwort psychischer Druck. „Damit kann ich umgehen, daran habe ich jahrelang gearbeitet.“

Nichts dem Zufall überlässt Julia Dujmovits auch beim Thema Sicherheit – und zog persönliche Konsequenzen wegen der zuletzt oft angesprochenen möglichen Terrorgefahr. „Meine Familie wollte mich begleiten, jetzt lasse ich sie daheim. Ich fühle mich einfach besser, wenn ich weiß, dass sie sicher sind – außerdem könnte ich mir das nie verzeihen, sollte wirklich etwas passieren.“

Lesen Sie dazu auch den Sport-Kommentar von Siegfried Prader aus der Güssinger BVZ: