Erstellt am 08. Juni 2011, 00:00

„Könnten morgen starten“. KLARE VORGABE / Nach der Saison ist vor der Saison. In Güssing bleibt das Grundgerüst der Mannschaft bestehen. Das Ziel für die nächste Saison heißt „eindeutig Play offs“.

Sebastian Koch wurde erstmals in den Kader des Nationalteams einberufen. Thomas Klepeisz steht »auf Abruf« bereit.ARCHIV/PEKOVICS  |  NOEN
x  |  NOEN

VON MICHAEL PEKOVICS

Auch wenn für die Güssing Knights am Ende der Meisterschaft nur der vorletzte Platz zu Buche stand, war die Saison eine der erfolgreichsten überhaupt. Warum? Das begründet Manager Reinhard Koch: „Zu Beginn der Saison haben wir acht Spiele in Folge verloren: Einerseits, weil Aco Djuric körperlich noch nicht auf der Höhe war, andererseits, weil die Jungen noch unerfahren waren.“ Aber letztlich seien die Knights zu „einer fast perfekten Heimmannschaft geworden“. Tatsächlich wurde die Qualifikation für die Play offs (Platz acht) nur um drei Siege verpasst. „Während der Saison hat man gesehen, dass wir von den Spitzenteams nicht weit weg sind – schließlich haben wir zu Hause bis auf Gmunden und Fürstenfeld alle Mannschaften geschlagen“, freut sich Koch.

Vorbereitungen auf die  Saison fast abgeschlossen

 

Die Verträge mit Marcus Heard und Aco Djuric wurden bereits verlängert. Auch die junge Garde der Güssing Knights rund um Thomas und Mathias Klepeisz sowie Sebastian Koch wird nächste Saison in Güssing auflaufen. Von Alexander Nunner muss man sich aber verabschieden. „Alex geht mit großer Wahrscheinlichkeit aus beruflichen und privaten Gründen in die Vereinigten Staaten“, erzählt Obmann Didi Wagner. Als Ersatz für den Point Guard soll Claudio Vancura von den DC Timberwolves aus Wien verpflichtet werden.

In den nächsten Wochen könnten sich aber noch Überraschungen im Kader ergeben, denn: „Spieler von fast jedem großen Verein in Österreich haben sich bei uns gemeldet und gefragt, ob sie nächste Saison für uns spielen können. Das ist eine tolle Bestätigung unserer Arbeit“, freut sich Wagner. „Wir haben mit einigen gesprochen, aber fix ist noch nichts. Es dürfte sich herumgesprochen haben, dass österreichische Basketballer bei uns auch spielen dürfen“, schmunzelt der Obmann. Laut Manager Koch ist „die Kaderplanung so gut wie abgeschlossen. Eigentlich könnten wir morgen mit der Meisterschaft beginnen. So früh hatten wir das Team noch nie zusammen – wir starten sicher perfekt vorbereitet in die neue Saison“.

Das erklärte Ziel der Knights:  „Wir wollen in die Play offs!“

 

Nur noch ein Baustein fehlt in der Ritterburg – ein Vierer. „Wir sind auf der Suche nach einem Legionär, der als Back up für Heard und Djuric spielen soll“, sagt Koch. Hintergrund ist, dass Yao Schäfer seine Karriere beendet hat. Das würde bedeuten, dass die Knights mit nur zwei Legionären in die Meisterschaft starten –  aber dennoch voll konkurrenzfähig sein werden. Denn in der nächsten Saison wird die Anzahl der Legionäre auf fünf beschränkt, zudem wird es anders als zuletzt eine Transferdeadline (28. Februar) geben.

„Das hilft uns natürlich, weil unsere junge Mannschaft bewiesen hat, mitspielen zu können. Mit der gewonnenen Erfahrung wollen wir in der Saison 2011/2012 das erste Mal in der Vereinsgeschichte die Qualifikation für die Play offs (Anmerkung: Platz acht) schaffen!“, sind sich Wagner und Koch einig.

Die Saison startet am 24. und  25. September mit Premiere

 

Offizieller Saisonbeginn ist das vierte Wochenende im September (24./25. September). Erstmals wird der Supercup in Turnierform ausgetragen: Die Oberwart Gunners treffen auf den Vierten der Meisterschaft, die Fürstenfeld Panthers, und Gmunden tritt gegen die Traiskirchen Lions an. Der Ort des Turniers steht noch nicht fest.