Erstellt am 20. April 2011, 00:00

Kritik folgen Konsequenzen. 2. KLASSE B SÜD / Kirchfidisch überzeugt spielerisch, der Erfolg bleibt aus. Nun steht Schiri Böhm im Kreuzfeuer der Kritik.

Schiedsrichterobmann Günter Benkö will die Wogen glätten.  |  NOEN
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VON CARINA GANSTER

Nach dem Spiel gegen Gerersdorf hagelte es heftige Kritik von Kirchfidischs Obmann Georg Posch. Zum einen bleibt bei der Halper-Elf der sportliche Erfolg im Frühjahr aus – drei Niederlagen aus drei Spielen, so die schwache Bilanz – und zum „anderen hat Schiedsrichter Josef Böhm das Spiel beeinflusst, jedoch im negativen Sinn“, ärgert sich Kirchfidischs Obmann Georg Posch. Stein des Anstoßes waren drei Tore der Halper-Elf, die wegen Abseits von Schiri Böhm aberkannt wurden. „Nicht gerechtfertigt“, wenn es nach Obmann Georg Posch geht, der für seine Mannschaft nun Konsequenzen setzt: „Sobald Herr Josef Böhm noch einmal vom BFV zu einem Spiel unserer Mannschaft eingeteilt wird, werden wir nicht antreten. Das habe ich schon vor fünf Jahren dem Verband mitgeteilt, seit damals haben sie es ignoriert und nun ziehen wir die Konsequenzen.“

Benkö: „Damit schadet  sich der Verein nur selbst“

Schiedsrichterobmann Günter Benkö versucht die Wogen zu glätten: „Wenn der SV Kirchfidisch nur nicht antritt, weil der Schiedsrichter nicht erwünscht ist, dann wird das eine teure Angelegenheit und zudem schadet sich der Verein damit nur selbst.“

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Schiedsrichter Josef Böhm nimmt die Kritik an seiner Person übrigens gelassen zur Kenntnis und weißt darauf hin, dass es „keine drei aberkannten Tore gegeben hat, sondern nur zwei Abseitsentscheidungen, die noch vor den Toren gefallen sind und somit auch regelkonform waren.“ Doch Posch holt noch weiter aus und fordert Reformen im Fußballverband, die „endlich“ durchgeführt werden sollen. „Die Schiedsrichter sollten pro Spiel 200 Euro bekommen, denn dann würde es sicher keinen Mangel an Schiedsrichtern geben und somit könnten auch die älteren Schiris endlich einmal aussortiert werden.“

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Für Schiedsrichterobmann Benkö („harte Worte“) ist das auf keinen Fall umsetzbar. „Wenn Herr Posch glaubt, dass Schiedsrichter eine bessere Leistung bringen, wenn sie mehr Geld verdienen, ist das so sicher nicht richtig.“ Im Zusammenhang mit dem Wunsch, dass Kirchfidisch nicht antritt, wenn Schiedsrichter Böhm eingeteilt ist, meint Benkö noch: „Wir werden sicher eine optimale Lösung für die Zukunft finden.“