Erstellt am 31. Juli 2013, 00:00

„Laufen braucht er nicht wirklich“. 1. Klasse Süd / Didi Kühbauer stach bei seinem Einsatz für den SV Rohrbrunn heraus – der Niveau-Unterschied war klar ersichtlich.

Hitzeschlacht. Rohrbrunn (l. Thomas Wagner) im Duell gegen Goberlings Akhan Bekir (r.). Für den Sieg war Wagners Spezi Dietmar Kühbauer verantwortlich. Foto: D. Fenz  |  NOEN, D. Fenz
Von Daniel Fenz

Dietmar Kühbauer, Ex-Mattersburg-Profi und zuletzt Trainer bei Admira, löste am Wochenende sein Versprechen ein. Er lief im Rohrbrunner-Dress auf (siehe auch Seite 73). Goberlings Trainer Jürgen Schlögl meinte zum Einsatz des ehemaligen Internationalen trocken: „Es war wie jedes Spiel. Ich habe mich nicht auf Kühbauer versteift, da ich nicht wusste, ob er körperlich noch fit ist.“

Einige Kiebitze von anderen Vereinen

Auch bei anderen Klubs war das Interesse groß. So sagte Günter Rosenkranz, Coach von Kemeten, der nicht nur wegen Kühbauer anwesend war, sondern auch Goberling beobachtete, über den Ex-Internationalen: „Didi setzt nach wie vor Akzente. Laufen braucht er nicht wirklich, er hat so viel Potenzial – das reicht für unsere 1. Klasse. Vor allem das Zusammenspiel zwischen Thomas Wagner und ihm passte perfekt.“ Auf die Frage, ob Rosenkranz ihn auch gerne als Spieler in seinen Reihen hätte: „Nicht wirklich, er kann zwar die Zuschauermassen bewegen, aber als Trainer muss ich ihn nicht in meiner Mannschaft haben.“

Klaus Pumm, Sportlicher Leiter in Rudersdorf, war ebenfalls anwesend: „Zuerst dachte ich mir, es wäre besser gewesen, wenn Kühbauer ins Bad gefahren wäre. Doch danach hat er überzeugt.“

Sollte Kühbauer öfter in Rohrbrunn auflaufen, könnte er dem Klub ins obere Drittel helfen, meint Pumm: „Mit ihm gibt es eine Qualitätssteigerung um zwei Klassen. Hut ab vor der Leistung. Er ist ein Fußballer mit Herz und hat ausgeholfen, da er es versprochen hatte. Respekt.“

Eine Rohrbrunner-Legende, die sonst immer dabei ist, schaffte es diesmal aus zeitlichen Gründen nicht auf den Platz – Dorfwirt und Austria-Wien-Fan Franz Kracher. Schmunzelnde Begründung: Ein Grün-Weißer wie Kühbauer, das behage dem Violetten nicht. Kracher scherzend: „Ich habe auch schon so Probleme mit dem Blutdruck.“