Erstellt am 26. November 2014, 11:21

von Daniel Fenz

Wagner: „Ich war am Ende“. Michael Wagner trotzte den schwierigen Bedingungen. Nach 40 Kilometern dachte er bereits, dass er aufgeben müsse.

Mit dem Ergebnis zufrieden. Der Südburgenländer Michael Wagner beendete die Weltmeisterschaft in Katar unter den Top-80. Foto: Prader  |  NOEN, Siegfried Prader
Die Weltmeisterschaft über 100 Kilometer in Katar avancierte für den Neuberger Michael Wagner (LC Tiger Stinatz) und die anderen Läufer mit Temperaturen jenseits von 26 Grad zu einer Hitzeschlacht. Über 80 Starter mussten vorzeitig aufgeben, letztendlich kamen 254 Sportler ins Ziel.

Der Südburgenländer Wagner finishte bei seiner WM-Premiere und landete mit der Zeit von 8:45,30 Stunden auf Rang 75. Den Titel holte sich der Amerikaner Max King, er gewann mit der Zeit von 6:2,43 Stunden.

Bei dem Lauf war nur Durchkommen möglich

Obwohl knapp eine Woche zuvor schon angereist, ahnte Wagner für das Rennen nichts Gutes. „Hier wird es unmöglich, auf Zeit zu laufen. Die angepeilten acht Stunden kann ich vergessen“, lautete seine Prognose einen Tag vor dem Rennen.

Mit seiner Parole „Durchkommen“, sollte er Recht behalten. Das schwüle Wetter und die schwierige Strecke auf dem Fünf-Kilometer-Rundkurs, die zu 70 Prozent auf Pflastersteinen gelaufen werden musste, verlangten den Teilnehmern alles ab.

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„Eigentlich war ich nach 40 Kilometern am Ende“, resümierte der 32-Jährige. „Aber ich wollte bei meiner ersten WM unbedingt durchkommen.“

Auch der Titelverteidiger und dreifache Weltmeister Giorgio Calcaterra kam mit den Bedingungen überhaupt nicht zurecht. Der Italiener erreichte in 8:29,59 Stunden gerade mal elf Plätze vor Wagner das Ziel.

Das größte Lob für den Neuberger Sportler kam von einem Schweizer Spitzenmann, der normalerweise unter sieben Stunden läuft, aber dieses Mal ebenfalls nicht das Ziel sah. „Er hat gesagt, er zieht den Hut vor mir, dass ich bei solchen Bedingungen das Ziel erreicht habe“, so ein strahlender Michael Wagner abschließend.