Erstellt am 18. Februar 2016, 09:54

von Michael Pekovics

Koch: „Am Freitag will ich Geld sehen“. „Deadline“ der Güssing Knights läuft am Freitag aus. Bis dahin will Obmann Reinhard Koch Geld von Sponsoren haben.

Nicht zu schlagen. Trotz der finanziellen Turbulenzen im Verein bleiben Thomas Klepeisz & Co. (l.) das Maß aller Dinge in der Admiral Basketball Bundesliga. Das musste auch Ex-Gunner Hannes Ochsenhofer mit seinen Fürstenfeld Panthers einsehen, die Steirer verloren das Spitzenspiel nach klarer Führung in der ersten und aufgrund einer katastrophalen Leistung in der zweiten Halbzeit mit 66:49. Foto: zVg/Novak  |  NOEN, zVg/Novak
Kurz vor dem Ende der Transferzeit in Österreich (28. Feber) und vielen anderen Ländern werden die finanziellen Probleme der magnofit Güssing Knights immer größer. Obmann Reinhard Koch stellte es den Spielern in der Vorwoche frei, sich einen neuen Verein zu suchen.

Nur ein Vertrag muss halten: „Deadline ist Freitag“

„Wenn ich nicht weiß, ob ich die Gehälter weiter zahlen kann, bin ich dazu verpflichtet“, sagt Koch, betont aber auch, dass es sich „um alte, nicht um neue Probleme“ handelt.

Die dürften aber deshalb nicht kleiner geworden sein. Finanzamt und Gebietskrankenkassa haben laut ABL-Präsident Karl Schweitzer zwar einer Stundung der offenen Verbindlichkeiten zugestimmt, für Koch steht aber fest: „Meine Deadline ist Freitag, eine Woche vor dem Ende der Übertrittsfrist. Bis dahin will ich Geld sehen.“

Laut dem Klubboss müsse nur einer der beiden offenen Sponsorenverträge eingehalten werden, dann sei „der Rest der Saison gesichert“.

Spieler stehen „zu 100 Prozent“ hinter Verein

Was allerdings, wenn bis Freitag kein Geld eintrifft? „Dann muss ich vor die Spieler und den Trainer treten und ihnen das sagen. Alles weitere wird dann im Vorstand entschieden.“

Dort sitzen mit Kapitän Manuel Jandrasits, Sebastian Koch und Thomas Klepeisz übrigens auch drei Akteure. Letzterer hatte am Sonntag im ABL-Talk auf Sky gemeint, dass im Fall des Falles „jeder seine eigenen Entscheidungen treffen wird müssen“.

Derzeit stünden aber noch alle Spieler „zu 100 Prozent“ hinter dem Verein, was sich auch am Montag beim 66:49-Heimsieg gegen Fürstenfeld zeigte – zumindest in der zweiten Halbzeit. Der gelang schon ohne den 20-jährigen Flügelspieler Marko Soldo, der in der Vorwoche von Güssing nach Klosterneuburg gewechselt war – „aus sportlichen Gründen“, wie Manager Bernhard Deutsch bekannt gab.

Seitens der Liga betont Präsident Karl Schweitzer, dass Güssing bis dato alle Auflagen erfüllt habe. Laut Koch wurden die geforderten Unterlagen für den Jänner bereits vorgelegt, aber noch nicht geprüft: „Sie passen aber sicher.“

x  |  NOEN, Michael Pekovics BVZ