Erstellt am 06. August 2014, 09:23

von Michael Pekovics

Medaillenflut auf Gras. Grasski | Kristin Hetfleisch als "Überfliegerin", Andreas Guttmann als „solider Adler“ und Lisa Wusits als "Hundertstel-Pechvogel".

Tolle Erfolge. Die burgenländischen Grasskifahrer holten bei der Junioren-Weltmeisterschaft insgesamt sieben Medaillen. Allein Kristin Hetfleisch räumte vier Mal ab.  |  NOEN, zVg
„Bei einer Weltmeisterschaft gelten andere Gesetze, deshalb bin ich ohne große Erwartungen nach San Sicario gefahren.“ Das sagt nicht irgendwer, sondern die vierfache Medaillengewinnerin Kristin Hetfleisch, die als Außenseiterin gleich am ersten Tag im Riesenslalom Gold für Österreich holte. „Damit hatte niemand gerechnet, am allerwenigsten ich.“

Kampfansage an die Konkurrenz

Beflügelt von diesem Erfolg und mit viel Selbstvertrauen ausgestattet holte sie Silber in der Superkombi und im Super G sowie Bronze im Slalom. Die Stubenerin hat nun den Gesamtweltcup im Visier: „Den lasse ich mir heuer nicht mehr wegnehmen“, richtet die 17-Jährige eine Kampfansage an die Konkurrenz.

Aber nicht nur Hetfleisch, sondern auch die beiden anderen Grasski-Asse aus dem Bezirk Oberwart ließen mit tollen Leistungen aufhorchen. Andreas Guttmann holte bei den Herren Silber in der Superkombi und Bronze im Super G. Im Riesenslalom lag er lange auf Medaillenkurs, ehe er wegen eines Fahrfehlers disqualifiziert wurde.

Viel Pech hatte auch die Rechnitzerin Lisa Wusits, die im Super G nur knapp den dritten Rang verpasste und auch im Slalom „nur“ gute Fünfte wurde. Dafür wurde sie aber mit Bronze in der Superkombi belohnt – auch wenn sie die Silbermedaille nur um eine Hundertsel Sekunde verpasste.