Erstellt am 21. November 2012, 00:00

„Mit uns nicht, meine Herren!“. Unzufrieden / Obmann und die Fans des SC Angus Buchschachen sind über Schiedsrichterleistungen in der Hinrunde empört.

Von Patrick Bauer

In den letzten zehn Jahren war der SC Buchschachen immer auf der Überholspur. Dies krönte der Verein im letzten Jahr mit dem sensationellen Aufstieg in die BVZ Burgenlandliga. Dort hat man aber Probleme mit den Leistungen der Unparteiischen.

„Dass wir nach dem Aufstieg immer noch auf den gleichen Platz, wie bei meinem Amtsantritt 2002 spielen, ist einigen Herren im Verbandsgeschehen ein Dorn im Auge. Auch dass uns die Infrastruktur, also ein Stadion mit Tribüne oder riesige Umkleidekabinen, fehlen, wie es andere Burgenlandligavereine haben, ist ein Problem. Deshalb wurde uns auch nur ein Jahr Burgenlandligagenehmigung zugesagt. Das „gallische Dorf“ hat eben da oben nichts zu suchen. Die müssen weg, egal wie“, sagt Obmann Reinhard Ritter. Ganze acht Spiele zählte der Obmann auf, bei denen sein Verein benachteiligt wurde. Vor allem das 2:3 in Klingenbach nach einer 2:0-Führung und einem mehr als umstrittenen Elfmeter in den letzten Minuten brachten das Fass zum Überlaufen. „Hier spricht man nicht mehr von Fehlern, die Schiedsrichter als Menschen machen dürfen, sondern von sportlichem Betrug in organisierter Weise. Dies beginnt schon mit der Einteilung der Schiedsrichter“, kritisiert Ritter.

Obmann will nicht  mehr kandidieren

Im Winter steht in Buchschachen eine Generalversammlung an. Ritter würde gern zurücktreten, auch, oder gerade wegen den Leistungen der Schiris in der Hinrunde. „Das lasse ich mir nicht mehr gefallen“, so Ritter, „am meisten tun mir aber nicht die Spieler oder die Funktionäre leid, sondern die Zuseher, die oft fuchsteufelswild den Platz verlassen mussten“.

Es wird sehr schwierig einen Nachfolger zu finden, wenn Ritter wirklich aufhört. Der Verein sei laut ihm „schuldenfrei“ und könnte sofort übergeben werden, nur die Alternativen fehlen bis dato. Sogar ein Rückzug aus der BVZ Burgenlandliga stand im Raum. „Darüber haben wir nachgedacht, aber wir suchen jetzt einen Nachfolger, wobei das in einer so kleinen Gemeinde nicht leicht ist. Ich würde gerne in einer kleineren Funktion mithelfen“, meint Ritter.

Schon jetzt hat der Obmann Angst vorm ersten Auswärtsspiel in Neusiedl. Die Hoffnungen auf eine Besserung der Schiedsrichterleistungen sind dabei gering. Alle über einen Kamm scheren will er aber nicht, Ritter: „Ich habe vor einigen Herren jeglichen Respekt verloren, möchte aber, obwohl ich das könnte, keine Namen nennen und auch nicht alle unter einen Hut stecken. Es gibt auch noch Schiris mit Niveau und Charakter, einige haben bei diesem Treiben nicht mitgemacht, andere würden es auch gar nicht tun“.