Erstellt am 02. Februar 2011, 00:00

„Möchte mit Helm spielen“. 1. KLASSE B SÜD / Der Olbendorfer Torhüter Philipp Nestoroudis spricht im BVZ-Interview über seinen Unfall, seine schweren Verletzungen und seine sportliche Zukunft.

Bange Minuten. Nach dem Unfall in der Stinatzer Halle war Nestoroudis' Zustand besorgniserregend. BVZ/ZVG  |  NOEN
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VON DANIEL FENZ

Anfang Jänner half der Olbendorfer Torhüter Philipp Michael Nestoroudis (17) der Sportvereinigung Oberwart beim Hallenturnier in Stinatz als Gasttormann aus – mit verheerenden Folgen: Nach einem Luft-Zweikampf landete er unglücklich mit Kopf und Schulter auf dem Boden. Er wurde danach mit dem Notarzthubschrauber ins Grazer Krankenhaus geflogen. Die BVZ bat den Gymnasiasten zum Interview.

BVZ: Wie haben Sie die Situation erlebt und welche Verletzung haben Sie davongetragen?

Philipp Michael Nestoroudis: Ich habe mir schwere Kopf-, Ohr- und Schulterverletzungen zugezogen. An den Unfallhergang kann ich mich kaum erinnern. Ich habe einen Schädelbasisbruch und einen Schulterblattbruch der linken Schulter erlitten. Weiters kam es zu einer Blutung, wobei das Blut durch den äußeren Gehörgang abfließen konnte. Im Landeskrankenhaus Graz wurde zuerst Entwarnung gegeben, doch bei weiteren Untersuchungen entpuppten sich die Verletzungen schwerer als anfangs vermutet. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen, die mir nach meinem Unfall geholfen haben, bedanken. Weiters danke ich allen, die mich in dieser schwierigen Zeit unterstützt haben und auch weiterhin unterstützen werden.

BVZ: Wie lange müssen Sie pausieren?

Nestoroudis: Seitens der Ärzte wurde mir kein genaues Datum genannt, da den Genesungsverlauf niemand genau prognostizieren kann. Vorsichtige Schätzungen gehen von mehreren Monaten aus, bevor ich mich wieder sportlich betätigen darf. Derzeit befinde ich mich in häuslicher Pflege und werde Anfang Februar wieder zur Schule gehen können.

BVZ: Sie haben es durch den tragischen Unfall am eigenen Leib erlebt: Wie gefährlich ist die Fußball tatsächlich?

Nestoroudis: Ich denke, dass mit jeder Sportart gewisse Risiken verbunden sind, über die man sich im Klaren sein sollte. Ich versuche verstärkt das Unfallrisiko zu minimieren. Als Torhüter bin ich speziell hinsichtlich Kopfverletzungen gefährdet, weswegen ich vorhabe, künftig mit einem Helm zu spielen.

BVZ: Seit wann standen Sie als U23-Goalie für den SV Olbendorf im Tor?

Nestoroudis: Seit Sommer des vergangenen Jahres. Als begeisterter Sportler hoffe ich, dass ich Fußball natürlich so lange wie möglich noch ausüben kann.

BVZ: Welche Ziele streben Sie in Ihrer noch jungen Karriere an – und haben Sie dabei Vorbilder?

Nestoroudis: Höchste Priorität hat für mich derzeit meine vollständige Genesung. Bezüglich Vorbilder finde ich, dass es sehr viele gute Spitzensportler gibt, die herausragende Leistungen erbringen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bange Minuten. Nach dem Unfall in der Stinatzer Halle war Nestoroudis‘ Zustand besorgniserregend.

BVZ/ZVG

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