Erstellt am 08. Januar 2015, 06:23

von Daniel Fenz

Ex-Coach klagte offenes Honorar ein. Der SV Neuberg soll auf die Forderungen von Jürgen Halper nicht reagiert haben. Laut Obmann nur ein „Missverständnis“.

Ging es wirklich nur um 200 Euro? Neubergs Obmann Martin Konrad (r.) bestätigte, dass es in der Halle zu einer Exekution kam. Doch das soll ein Missverständnis gewesen sein, alle Probleme sind angeblich geklärt. Foto: Fenz  |  NOEN, Daniel Fenz
Einige staunten nicht schlecht, als in der vergangenen Woche beim Neuberger Mc Donald‘s-Turnier plötzlich ein Exekutor vom Oberwarter Bezirksgericht in der Sporthalle Oberwart auf der Matte stand.

Dieser wollte Geld von den Neubergern haben. Die Vorgeschichte: Der SV Neuberg soll bei Ex-Trainer Jürgen Halper, der im vergangenen Frühjahr von seinem Amt entbunden wurde, und dessen Assistent Mario Portschy noch einige finanzielle Rückstände gehabt haben.

Während sich Portschy und der Verein geeinigt haben sollen, sind zwischen Halper und Obmann Martin Konrad noch Details zu klären.

„Das sind alles wilde Gerüchte. Es stimmt nicht, dass ich zum
Gericht gefahren bin.“
Obmann Martin Konrad, SV Marsch Neuberg

Halper, derzeit Co-Trainer beim Erste Liga-Klub FAC, schaltete seinen Anwalt ein, sein Ex-Verein habe, wie kolportiert wird, auf keines der Schreiben von ihm reagiert. Und: Der SV Neuberg hätte 14 Tage Zeit gehabt, Einspruch auf die Zahlungsforderung des Gerichtes zu erheben. Diese Frist soll nicht eingehalten worden sein.

Daher kam es nun zur Exekution. Die Telefone zwischen Konrad und Halper liefen heiß. Geld soll zum Gericht in Oberwart gebracht worden sein, was Konrad vehement bestreitet: „Ja, es stimmt, dass mich ein Exekutor in der Oberwarter Halle besuchte. Das war aber ein Missverständnis. Es ging um 200 Euro. Dass ich auf das Gericht musste, das sind wilde Gerüchte, die nicht stimmen.“

Halper: „Neuberg wird das sicher erledigen“

Mittlerweile dürften sich die Wogen aber geglättet haben. Zumindest sagen das die Beteiligten. Kleinere Geldbeträge sollen noch offen sein – das Ganze will man aber ebenfalls in Kürze bereinigen. „Ich will keinen Menschen schlecht machen. Halper hat mir zugesagt, dass jetzt alles passt, sonst hätte ich natürlich auch meinen Rechtsanwalt eingeschaltet.“

Jürgen Halper: „Ich möchte dazu nichts mehr sagen, das macht alles mein Anwalt. Klar ist, dass die Summe nicht so hoch ist. Ich denke, dass Neuberg das sicher erledigen wird.“

Stinatz braucht von Gemeinde Geldspritze

Auch beim ASKÖ Stinatz fehlt das liebe Geld. Wie die BVZ schon vor einiger Zeit berichtete, bat man die Gemeinde um Hilfe. Rund 20.000 Euro stehen dabei zur Diskussion.

„Wir brauchen das Geld, um Schulden für die Gebietskrankenkasse abzuzahlen. Es wird dazu im Jänner eine Sitzung geben“, erklärt Obmann Gerald Koschitz.