Erstellt am 12. Januar 2011, 00:00

Notfall auf dem Filz. STINATZER HALLENTURNIER / Oberwarts Gastkeeper Philipp Nestoroudis wurde mit Notarzthelikopter abtransportiert.

Hubschraubereinsatz. Philipp Nestoroudis wurde ins LKH Graz geflogen.  |  NOEN
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VON ANDREAS KOLLER

Große Besorgnis herrschte am Finaltag in der Mehrzweckhalle Stinatz: Der 17-jährige Olbendorfer Philipp „Nessi“ Nestoroudis schlug mit Schulter und Kopf auf dem Filzboden auf und blieb verletzt und unter Schock stehend liegen. Wegen Verdachts auf eine schwere Kopfverletzung wurde der Notarzthubschrauber alarmiert, mit dem er ins LKH Graz geflogen wurde. Noch am selben Abend wurde Entwarnung gegeben: Die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiteten sich glücklicherweise nicht, Nestoroudis erlitt „nur“ einen Schulterbruch, eine Schädelprellung und eine leichte Gehirnerschütterung. „Die Entwarnung war die erfreulichste Nachricht an diesem Tag, wir sind heilfroh“, sprach der Stinatzer Trainer Norbert Barisits wohl allen aus der Seele.

Veranstalter Stinatz siegte,  Jungkicker hielten gut mit

Nach einer einstündigen Unterbrechung konnte das Turnier fortgesetzt werden. Den Turniersieg heimste Veranstalter Stinatz ein, der sich im Finale gegen Neuberg 2:1 durchsetzte. „Es ist eine tolle Sache, vor heimischem Publikum das Turnier zu gewinnen“, freute sich Manager Andreas Stipsits. Im Gegensatz zum Vorjahr, als es bei derselben Finalkonstellation zu Handgreiflichkeiten gekommen war, ging diesmal das Endspiel gänzlich ohne große Emotionen über die Bühne.

Respektabel schlugen sich die Youngsters der SV Oberwart und der HAK Stegersbach, die sich im kleinen Finale 7:4 trennten. Beide scheiterten in den Kreuzspielen nur ganz knapp: Das Stegersbacher Schulteam, bei dem mit Paul Oswald, Erich Bencsics und Lukas Haas (alle SV Stegersbach) auch landesligaerprobte Kicker mit von der Partie waren, gab gegen Stinatz eine 3:1-Führung noch aus der Hand. Die Oberwarter (Durchschnittsalter: 16,4 Jahre), bei denen sich Verteidiger Benjamin Walka nach Nestoroudis‘ Ausfall zwischen die Pfosten stellte, fighteten sich gegen Neuberg mehrmals zurück, verloren am Ende das wohl sehenswerteste Match des Turniers aber knapp mit 6:7.