Erstellt am 30. Mai 2012, 00:00

Philipp Siegl geht – andere könnten folgen. TRANSFERS / Stinatz-Mittelfeldspieler Philipp Siegl wechselt ab Juli zum SV Mattersburg. Barisits-Mannen vor Umbruch?

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VON PATRICK BAUER

Einen logischen Schritt geht Stinatz-Mittelfeldspieler Philipp Siegl. Ab der kommenden Saison wird „Pippo“, wie er von seinen Mitspielern genannt wird, das Trikot des SV Mattersburg überziehen.

„Philipp wird einen Jung-Profi-Vertrag erhalten. Sensationell, wenn er in seinem Alter in die Bundesliga wechseln kann. Ich hoffe, dass er sich durchsetzt. Das Zeug hat er auf alle Fälle“, sagt Stinatz Manager Andreas Stipsits über den 17-Jährigen. Auch Trainer Norbert Barisits traut dem zentralen Mittelfeldspieler den Schritt zu: „Es ist für uns eine Auszeichnung, wenn unsere Spieler in die Bundesliga wechseln. Er hat sicher die Anlagen für die oberste Spielklasse. Ein guter Kicker, der auch physisch gefestigt ist. Für uns ist jetzt wichtig, seinen Abgang adäquat zu ersetzen.“ Vorerst wird sich Siegl aber einmal bei den Amateuren durchsetzen müssen.

Dass zum ersten Abgang, auch weitere folgen könnten, ist möglich. So steht Martin Schalk im Fokus des steirischen Vereins Lafnitz. Auch Daniel Siegl ist wie jede Transferperiode begehrt. Zerfällt die Elf von Norbert Barisits?

Sportliche Verbesserung  muss vorhanden sein

Der Trainer gibt die Antwort: „Ein Spieler wie Schalk wäre gut beraten, wenn er noch ein Jahr bei uns in Stinatz bleiben würde. Dies habe ich ihm auch gesagt. Finanziell können wir mit Lafnitz nicht mithalten, sportlich mit Sicherheit. Mir wäre am liebsten, wenn wir alle Spieler halten würden. Unsere Perspektive ist gut. Man darf nicht vergessen, dass wir sehr viele junge Spieler in dieser Saison eingebaut haben. Es war ein Übergangsjahr - jetzt muss der Verein dafür sorgen, dass wir im Sommer keine komplett neue Elf brauchen.“

Die Ausgangslage ist eigentlich rosig. Mit Stipsits, Tegischer, neuerdings Holpfer, Krammer und Theiler schafften viele den Sprung in die Erste. Nur sollten die vorher genannten Spieler wirklich gehen, fehlt den Jungen der Anhaltspunkt. „Wenn unsere Spieler die Möglichkeit haben, beim GAK oder in Mattersburg zu kicken, werden wir ihnen sicher keine Steine in den Weg legen. Nur ob sie in Lafnitz oder Stinatz spielen, ist kein Unterschied, da keine sportliche Verbesserung vorhanden ist“, so Barisits. Auch für den Cheftrainer dürfte ein weiteres Übergangsjahr nur schwer zu akzeptieren sein. Dennoch wäre man auf Abgänge vorbereitet, Barisits: „Wir hätten sicher die ein oder andere Idee.“