Erstellt am 09. September 2015, 09:40

von Daniel Fenz

Rechnitzerin Wusits: Was für ein Comeback!. Die Rechnitzerin Lisa Wusits lag Ende April noch am OP-Tisch, nun holte sie WM-Silber – und das mit nur einem Stock.

Burgenländische Medaillen. Die Rechnitzerin Lisa Wusits (links) fuhr beim Slalom auf Platz zwei.  |  NOEN, zVg

Der erfolgreichste Sportler des österreichischen Grasski-Teams bei der WM in Tambre stammt vom SC Neudörfl.

Michi Stocker mobilisierte nach Gold im Slalom, Silber in der Super-Kombination und Bronze im Super G noch einmal seine Kräfte und holte auch im abschließenden Riesentorlauf Silber. Aber auch seine Kolleginnen aus dem Südburgenland trumpften in Italien auf.

„Traum ist für mich in Erfüllung gegangen“

Die Rechnitzerin Lisa Wusits wusste vor vier Monaten noch nicht einmal, ob sie bei der Weltmeisterschaft starten kann. Sie hatte sich das Kreuzband leicht eingerissen und wurde am 20. April operiert.

Danach trug sie sechs Wochen eine Schiene, mit viel Physiotherapie und Aufbau-Training sowie Grasski-Training wurde sie schnell wieder fit.

„Mit einer Medaille habe ich nicht gerechnet. Für mich ist mit Silber ein Traum in Erfüllung gegangen“, so Wusits. Nach ihrem zweiten Lauf im Slalom wurde sie nur von der Japanerin Chisaki Maeda geschlagen. „Ich musste die Fahrt mit nur einem Stock bewältigen, da mir einer im zweiten Lauf riss.“

Die Oberdorferin Kristin Hetfleisch war mit der Erwartung, eine Medaille zu erreichen, nach Tambre gereist. „Dass es so schwer wird, hätte ich nicht gedacht. Ich habe am letzten Drücker im Riesentorlauf noch Bronze geholt.“

Mit der WM ist die Saison für beide Sportlerinnen beendet. „Ich mache einen Monat Pause, dann beginnt die Aufbau-Vorbereitung für die nächste Saison“, so Hetfleisch.

Lisa Wusits: „Ich gehe jetzt einmal in die Schule. Ende September startet die Winter-Saison. Ob ich diese auf Ski bestreite, steht noch nicht fest.“