Erstellt am 23. Mai 2012, 00:00

Schlechter Verlierer oder doch Spielmanipulation?. 2. KLASSE B SÜD / Mühlgraben legte nach Kirchfidisch-Spiel Protest ein. Beglaubigungsausschuss des BFV entscheidet.

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VON CARINA GANSTER

Nach einem Fußball-Abend zwischen Himmel und Hölle fehlt Kirchfidisch ganz plötzlich die letzte Gewissheit über den 4:3-Sieg gegen Mühlgraben, denn die Gerencer-Truppe hat, nachdem ihnen Schiri Josef Pieler drei Tore aberkannte, Protest beim burgenländischen Fußballverband eingereicht. „Ich sehe keinen Handlungsbedarf für einen Protest und gehe fest davon aus, dass wir Sieger des Schlagerspiels bleiben“, sagte Kirchfidisch-Obmann Georg Posch.

In dem von Mühlgraben-Funktionär Walter Prem verfassten Brief an den BFV heißt es: „Grund des Einspruchs ist, dass Schiedsrichter Josef Pieler ein reguläres Tor in den Schlussminuten aberkannt hat. Die Begründung von Pieler war, dass einer unserer Spieler eine Schwalbe gemacht hätte. Dieses angebliche Vergehen hat Pieler jedoch nicht gepfiffen, erst als wir ein Tor geschossen haben, hat er gestikulierend gezeigt, dass es eine Schwalbe war und das Tor nicht gilt.“

Laut Prem hätte der Schiri nach der angeblichen Schwalbe sofort abpfeifen und dem Spieler die Gelbe Karte zeigen müssen. Auch von zwei weiteren durch Abseitspositionen aberkannten Toren ist im Brief die Rede. Diese werden von Prem aber nicht näher kommentiert.

Weniger erbost zeigte sich Kirchfidischs Obmann Georg Posch vom eingelegten Protest aufgrund des durch eine Schwalbe aberkannten Tores, sondern durch den von Prem geäußerten Verdacht, dass „die Möglichkeit der Spielmanipulation sehr nahe liegt“. Der SV Mühlgraben fordert nun eine Neuaustragung des Spiels. „Ich muss meine positive Meinung bezüglich des SV Mühlgraben revidieren und bin nicht verwundert, dass der Verein 100 Prozent seiner Vereinsgeschichte in der letzten Klasse verbracht hat. Wobei es eine Beleidigung für die letzte Klasse darstellt, dass ein so unsportlicher und derart schlechter Verlierer überhaupt Mitglied dieser Klasse ist“, ließ Posch seinem Unmut freien Lauf.

Kirchfidisch macht Anzeige  wegen Verleumdung

Der SV Kirchfidisch hat beim BFV eine Anzeige wegen Verleumdung gegen den SV Mühlgraben eingebracht. Die Sitzung des Beglaubigungsausschusses wird morgen, Donnerstag, um 18 Uhr, im BFV-Haus in Eisenstadt abgehalten. Vertreter des SV Kirchfidisch werden dabei nicht anwesend sein. „Das ist lächerlich“, so Obmann Georg Posch.

Schiri Josef Pieler will die Causa nicht kommentieren und verweist auf die Verhandlung. Stellvertretend für ihn, meint BFV-Sekretär Karl Schmidt zu dieser Causa: „Entscheidungen des Schiedsrichters sind Tatsachenentscheidungen. Wie der Beglaubigungsausschuss entscheidet, weiß ich nicht, aber eine Neuaustragung des Spieles scheint eher unwahrscheinlich.“