Erstellt am 01. Mai 2013, 00:00

„Schmerz ist groß“. Ausgeträumt / Trotz Niederlage im fünften Spiel gegen Kapfenberg ist die Saison die bisher erfolgreichste der Güssing Knights.

Kampf wurde nicht belohnt. Marcus Heard (r.) und die Güssing Knights hielten die Viertelfinalserie gegen Kapfenberg bis zum fünften Spiel offen. Doch dann setzte sich die größere Routine der Steirer (l. Mark Sanchez) durch.  |  NOEN
Von Michael Pekovics

Die Güssing Knights waren nah dran an der Sensation. Doch im fünften Spiel der Viertelfinalserie gegen die Kapfenberg Bulls setzte sich schlussendlich doch die größere Routine der favorisierten Steirer durch.

Verantwortlich dafür waren vor allem die beiden Einbrüche im zweiten und im dritten Viertel: Minutenlang gelang kein Korb, die Spieler verzweifelten ebenso wie die zahlreich mitgereisten Fans der Ritter. „Nach dem Ausscheiden ist der Schmerz darüber natürlich riesengroß“, sagt Manager Reinhard Koch im Gespräch mit der BVZ. „Vor allem deswegen, weil wir nah dran waren, besonders im vierten Spiel.“ Schlussendlich habe sich einfach die größere Routine der Steirer durchgesetzt: „Spielerisch und körperlich waren wir ebenbürtig, aber die Routine hat uns gefehlt, um uns im entscheidenden Spiel durchsetzen zu können“, bedauert Koch, der dennoch betont: „Das war trotzdem die erfolgreichste Saison aller Zeiten für uns.“

Ins selbe Horn stößt auch der Sportliche Leiter Daniel Müllner: „Man hat gemerkt, dass Kapfenberg viel mehr Play off-Spiele in den Knochen hat als wir. Als wir sechs Punkten zurück lagen, haben einige Spieler die Panik bekommen und wir haben aufgehört zu spielen.“

Tatsächlich zeigten vor allem Elvis Kadic und Marcus Heard Nerven und konnten ihr Leistungspotenzial nicht zur Gänze abrufen. „Bei uns muss eben alles zusammenpassen, um ein Team wie Kapfenberg schlagen zu können“, analysiert Müllner, der trotzdem froh ist, weil „wir in dieser Saison wieder einen mächtigen Schritt nach vorn gemacht und sich alle Spieler toll weiter entwickelt haben.“ Das sieht auch Koch so: „Wir haben bis jetzt von Saison zu Saison immer eine Stufe mehr genommen – irgendwann werden wir auch die letzte Stufe erreichen.“

Am vergangenen Sonntag wurde bei einem gemeinsamen Teamessen die Saison noch einmal analysiert, schon am Freitag werden die Legionäre Güssing verlassen. Jetzt geht es darum, die Weichen für die kommende Saison zu stellen. Das größte Problem der Knights ist die Unsicherheit, was den Fortbestand des Aktivparks betrifft.