Erstellt am 19. Juni 2013, 00:00

Spielbetrieb eingestellt. 2. Klasse B Süd / Der ASKÖ Kickers Neustift setzt in der kommenden Saison den Spielbetrieb aus. Personelle und finanzielle Probleme waren der Grund für diese Maßnahme.

Verein setzt aus. Die Fußballer aus Neustift (l., Mate Toth) müssen sich einen neuen Verein suchen.  |  NOEN
Von Daniel Fenz

Gerüchte über eine Auflösung standen schon seit längerer Zeit im Raum. Jetzt spricht der Obman des ASKÖ Kickers Neustift Klartext. Zwar kommt es noch zu keiner Auflösung des Vereins, in der kommenden Saison aber wird – vorerst – der Spielbetrieb eingestellt.

Ab 2014/15 soll in der kleinen Gemeinde dann wieder Fußball gespielt werden. Leicht dürfte es dennoch nicht werden. „Ich war nicht mehr bereit, den Spielbetrieb mit fünf oder sechs Ungarn aufrecht zu erhalten. Ich gehe nicht dafür arbeiten, dass ich ungarische Spieler finanzieren kann“, sagte Obmann Mario Guadagnini. „Dass der Wiedereintritt in der übernächsten Saison schwierig wird, wissen wir im Verein, doch der Versuch wird sicher gestartet.“

Die meisten Spieler der Kampfmannschaft wurden bereits an Klubs in anderen Klassen verliehen. Die Akteure bekommen bis zum nächsten Jahr eine Befristung. „Sollten wir neu durchstarten, so gehören uns die Spieler. Bei einer Auflösung können sie natürlich bei ihrem neuen Verein bleiben.“

In Neustift gibt es fast keinen Nachwuchs, immer mit den Altherren in der Kampfmannschaft anzutreten, war Guadagnini dann wohl auch nicht recht. „Schauen wir, was die Zukunft bringt. Es gibt ja auch noch die Möglichkeit, dass wir ein zweites Jahr von der Meisterschaft aussetzen.“ Simon Knöbl vom Burgenländischen Fußballverband nimmt dazu Stellung: „Ich habe zwar schon Gerüchte darüber gehört, doch eine schriftliche Meldung ist bei uns noch nicht eingelangt. Das dürfte dann wohl in den nächsten Tagen passieren.“ Knöbl weiters: „Dann gibt es einen Verein weniger in der 2. Klasse. Natürlich ist es um jeden der Klubs schade. Das ist bitter für jede Gemeinde.“

Derzeit gibt es im Fußballbetrieb noch weitere Gerüchte um Auflösungen. Der nächste Verein, bei dem es eine Krise gibt, ist der SV Litzelsdorf (siehe Seite 28). Knöbl hofft natürlich, dass die Gerüchte nur Gerüchte bleiben. „Es wäre schade, wenn es weitere Klubs treffen würde.“