Erstellt am 12. August 2015, 09:08

von Daniel Fenz

Stinatz: „Sind auf dem richtigen Weg“. Der ASKÖ Stinatz muss abspecken. Einst in der BVZ Burgenlandliga aktiv, versucht man, nun endlich zu gesunden.

Gesunder Weg? Obmann Gerald Koschitz und seine Stinatzer erleben weiter schwierige Zeiten.  |  NOEN, BVZ

In der Vergangenheit hatten es die Funktionäre des ASKÖ Stinatz nicht immer einfach. So wurden zahlreiche „teure“ Kicker geholt, mit denen man es bis in die BVZ Burgenlandliga schaffte. Jetzt bewegt sich der Verein jedoch in anderen Sphären.

Mit der Jugend will man die Trendwende schaffen, denn einige ausständige Rechnungen sind weiterhin noch offen.

Koschitz: „Über Geld spreche ich nicht“

Unruhe innerhalb des Vereins bringt für Obmann Gerald Koschitz das ehemalige Mitglied Adam Grandits. Er stellt nämlich folgende Behauptungen gegenüber der BVZ auf: „Ich bin 2009 vom Verein weg, da gab es auf der Raiffeisenbank und auf der Volksbank einen Kredit. Ich habe mich als Gläubiger jetzt mit 7.500 Euro herausgekauft. Angeblich hat der Verein weiter rund 150.000 Euro Schulden.“

Obmann Gerald Koschitz dazu: „Adam Grandits hat seinen Teil bezahlt, die anderen Gläubiger begleichen den Rest. Doch über Geld spreche ich nicht und werde auch keine Auskunft geben.“

Die Funktionäre Andreas Stipsits und Viktor Kirisits wollen den Verein wieder auf Schiene bringen. Unruhestifter kommen ihnen hierbei in die Quere. „Natürlich müssen auch wir mit weniger Geld überleben. Wir fahren jetzt aber ein Programm, das finanziell günstiger ist. Wir sind auf dem richtigen Weg.“

Verein schenkte Flüchtlingen zwei Tore

Im November soll eine Generalversammlung stattfinden. Fix ist aber schon jetzt: Gerald Koschitz und sein Team werden weiter machen. „Wir wirtschaften so gut, dass wir in der 1. Klasse bestehen können. Nebenbei schauen wir, dass wir das Geld für die Kicker hereinbringen und die Kredite zurückzahlen.“

Der ASKÖ Stinatz setzt sich unterdessen auch für die Flüchtlinge der Gemeinde ein. Bürgermeister Andreas Grandits reagierte auf Anfrage des Vereins und gemeinsam will man diesen helfen.

So überlässt man ihnen beim Gewerbegebiet einen Sportplatz, damit sie ihrem Lieblingssport, dem Fußball, nachgehen können. Koschitz: „Wir helfen gerne und sind froh, dass mit der Gemeinde ein Platz gefunden wurde.“