Erstellt am 11. Mai 2016, 04:34

von Daniel Fenz

Stinatz: Vorstand nicht entlastet. Bei der Kassaprüfung gab es einige fragwürdige Belege. Vize Josef Kreitzer sprang nun als Rechnungsprüfer ein.

Weiß derzeit nicht, wie es weitergeht. Stinatz-Obmann Gerald Koschitz. Foto: Archiv  |  NOEN, Archiv

Am Freitagabend fand am Sportplatz die anberaumte Generalversammlung des ASKÖ Stinatz statt. Es fanden sich rund 50 Mitglieder des Vereins ein, wobei der Vorstand bei dieser Sitzung aufgrund von Ungereimtheiten nicht entlastet wurde.

Ein weiterer Aufreger? Langzeit-Sektionsleiter Viktor Kirisits legte sein Amt zurück, muss aber bis zu einer Entlastung bleiben.

„Einige Belege waren durchgestrichen“

Eigentlich gibt es in einem Verein zwei Rechnungsprüfer. Da diese aber nicht mehr zur Verfügung standen, sprang Vizebürgermeister Josef Kreitzer kurzfristig ein. Er klärte auf: „Ein Vereinsorgan kann einen Rechnungsprüfer benennen. Das kann ein Steuerprüfer oder Mitarbeiter eines Finanzamtes – so wie ich, sein.“

Kreitzer hatte dafür Sorge zu tragen, dass die Buchhaltung ordentlich geprüft wird. Doch dabei stieß er auf einige Ungereimtheiten in der Kassa.

„Die Gebarung war daher nicht zu entlasten. Ich muss die Mitglieder unterrichten und schützen“, erklärte Kreitzer. Für ihn hatte das weniger mit der Schuldhöhe zu tun, die er nicht nennen wollte. „Einige Belege wurden durchgestrichen, einige nicht benannt, einige Schriftstücke in der Buchführung waren mangelhaft.“

Für Obmann Gerald Koschitz wohl das kleinere Übel, das es derzeit beim Verein gibt. Der jetzige Kassier, Andreas Stipsits, wollte keine Stellungnahme dazu abgeben. Vorgänger Gerhard Loipersbek war beruflich verhindert und konnte daher auch nichts dazu sagen. Obmann Koschitz: „Wir schauen jetzt, dass die finanzielle Komponente so erledigt wird, dass wir entlastet werden.“

Gespräch mit dem Ortschef geplant

Offen bleibt, wie es weitergeht. Die Leidenschaft der Bürger war zuletzt nicht mehr so groß, wie schon einmal.

Kann man das Feuer noch einmal entfachen? „Es besteht kaum Interesse“, sagte Koschitz und fügte an: „Wir müssen Leute überzeugen, dem Verein in irgendeiner Funktion zu helfen.“

Das hat auch Bürgermeister Andi Grandits vor: „Ich werde das Gespräch mit dem Obmann suchen. Die Gemeinde wird dem Verein immer helfen.“